Schillernder Star zu Besuch in Heimsheim

Bild: Martin Häcker

Die Stadtbibliothek Heimsheim und die BUND-Ortsgruppe Heckengäu luden am 09. Februar 2018 herzlich zu dem Dia-Vortrag: „Der Star - Vogel des Jahres 2018“ in den Vortragssaal Zehntscheune ein. Humorvoll, spannend und mit eindrucksvollen Bildern präsentiert uns der fundierte Vogelkenner Reinhardt Mache einen der beliebtesten Singvögel, den Star. Er berichtet, dass der schillernde Alltagsvogel, dessen Bestand durch die intensive Landwirtschaft und den Flächenverbrauch gefährdet ist, inzwischen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten steht. Somit ist der Star eine Art Botschafter für die Erhaltung der Artenvielfalt. Noch künden uns große Starenschwärme im Spätsommer den nahenden Herbst an. Doch wir alle können etwas für seinen Erhalt tun. Die anwesenden Gäste gehen mit Brezeln gestärkt und verzaubert von dem besonderen Vogel ihrer Wege.

Birding, die Vogelexkursion für Kinder

Bild: Sabine König

6 bis 11jährige Jungs und Mädchen gehen am 28.01.18 mit Britta und Klaus Faaß in Straubenhardt / Schwann auf Vogelentdeckung. Bei dem Rundgang durch die Natur erstellen sie gemeinsam eine Liste aller Vögel die wir entdecken. Manchmal sind sie flott unterwegs und manchmal müssen sie ganz langsam und vorsichtig schleichen. In einer Hecke entdecken sie, dass es einen Vogel gibt, der sich ein Dach übers Nest baut: Nämlich die Elster. Mit dem „Ting“ können sie die Stimmen ihrer gefiederten Entdeckungen an Ort und Stelle anhören. Durch das Spektiv – das haben sie für weiter entfernte, sehr scheue Vögel dabei – sehen sie an einer alten Eiche sogar einen Mittelspecht mit rosafarbener Brust.  Zum Abschluss bastelt jedes Kind sich ein sogenanntes „Thaumatrop“ beziehungsweise „kleines Wunder“, selbst.

 

Neujahrsempfang: Kretschmann & BUND-Ehrenamtliche im Stuttgarter Schloss

Bild: Klaus Faaß

Als Dankeschön für das große ehrenamtliche Engagement im Natur- und Umweltschutz war auch eine Delegation des BUND zum Neujahrsempfang am 19.01.2018 ins Stuttgarter Schloss eingeladen. In ehrwürdiger Atmosphäre nutzte Winfried Kretschmann die Gelegenheit zum dankbaren Händeschütteln und kurzem Austausch über unsere Verbandarbeit. Nach den Neujahrsreden bot der Abend bei köstlichem Buffet die Gelegenheit zu regem Austausch zwischen den Ehrenamtlichen verschiedener Verbände, Initiativen über die geleistete Arbeit für den Umwelt- und Naturschutz und den Blick in die Zukunft.

Landschaftspflegeeinsatz im Naturschutzgebiet Kalkofen

Bild: Martin Häcker

Der BUND Ortsverband Heckengäu leistet mit der Unterstützung zahlreicher Helfer am Samstag den 18.11.2017 weitere Landschaftspflegeeinsätze im Bereich Kalkofen in Mönsheim. Die Aktiven schneiden einen verbuschten Steinriegel frei und transportieren das Gestrüpp ab. Nun kann die Sonne wieder bis zu den Steinen durchdringen und diese erwärmen: ein idealer Lebensraum für Eidechsen und Schlingnattern. Parallel dazu mäht die restliche Gruppe eine artenreiche Wiese, auf der sich der Schwarzdorn in den letzten Jahren ausgebreitet hat. Naturbegeisterte Spaziergänger können hier im nächsten Sommer viele Schmetterlinge beobachten. Zwischendurch stärken sich die sechzehn ehrenamtlichen Naturschützer mit Gulasch- und Kartoffelsuppe, gesponsert von der Gemeinde Mönsheim. Dank der vielen Helfer wird zusätzlich noch der Bereich der ehemaligen Schneckenfarm gemäht. Im Frühjahr blühen auf diesem kalkreichen Boden Küchenschellen.

 

Nacht- und tagesaktive Greifvögel bei der Ortsgruppe Oberes Kinzigtal

Bild: Hans Gerd Michel

Achim Klumpp von der Greifvogelstation Baiersbronn stellt nacht- und tagesaktive Greifvögel des Schwarzwaldes beim Treffen der BUND Ortsgruppe Oberes Kinzigtal vor. Er startet die Vorstellung der eulenartigen Greife von „ganz klein“ mit dem Sperlingskauz und endet mit der größten Eule, dem Uhu. Ein beeindruckendes Video zeigt Herrn Klumpp sogar beim Streicheln eines Uhus. Weiter geht es mit dem Sperber und Steinadler. Sachkundig bringt Achim Klumpp mit selbstgeschossenen Fotos die Eigenarten der verschiedenen Vögel nahe. Im zweiten Teil veranschaulicht er die Arbeit der Greifvogelstation. Pro Jahr werden dort 180 bis 250 verletzte Greifvögel fachgerecht versorgt. Als Dankeschön überreicht Ilse Süßer – die Kassiererin der Ortsgruppe – eine Spende von 500€. Am Schluss der Veranstaltung machen sich die Besucher angeregt diskutierend auf den Heimweg.

Minister Untersteller trifft Mausohr am Wochenbett

Bild: Hans-Gerd Michel

Am 30.08.2017 findet die offizielle Besichtigung der Mausohrwochenstube in der Sankt-Martins Kirche in Horb statt und der BUND-Ortsgruppenvorstand der Ortsgruppe Oberes Kinzigtal, Hans-Gerd Michel, ist hautnah mit dabei. Anwesend ist auch Landesumweltminister Franz Untersteller, um die besonderen Gegebenheiten vor Ort in Augenschein zu nehmen. 2017 bietet die Sankt-Martins Kirche laut Lichtschrankenzählung 1260 Fledermäusen (des großen Mausohres), davon 700 Muttertieren, ein Zuhause. Es wird deutlich, dass sich das Anstrahlen von Kirchen sehr ungünstig auf die nachtaktiven Flieger auswirkt: Entweder fliegen sie zu spät los, um Nahrung für ihre Jungen herbeizuschaffen oder gar nicht! Zudem wird klar, wie wichtig die ehrenamtliche Arbeit der Fledermausbetreuer*innen ist. Untersteller verspricht Info-Veranstaltungen um die derzeitigen Fledermausbestände zu erhalten und zu fördern. Regierungspräsident Kressel will in 2018 für Schulungen für Quartiersbetreuer*innen sorgen.

Zählung des Großen Mausohrs in Mönsheim

Bild: Simone Reusch

Der BUND Ortsverband Heckengäu betreut seit Jahren die Mönsheimer Kirchenfledermäuse. Dazu gehören das Zählen der Tiere im Sommer und das Reinigen der Quartiere im Winter. Die Zählaktion vom 18.08.2017 in der Wochenstube im Kirchenschiff ergibt laut Simone Reusch und Nicole Beck ca. 60 weibliche Tiere inkl. Jungtiere. Im Glockenturm werden fünf Männchen gezählt. Die Population in der ev. Kirche in Mönsheim ist damit weitgehend stabil. In der Regel wird nur ein Junges pro Jahr Anfang Juni geboren. Während des nächtlichen Beutezugs der Muttertiere bleiben die Jungen in der Wochenstube und wärmen sich gegenseitig, bis die Mutter zum Säugen zurückkommt. Die Männchen hängen im Glockenturm und leben dort als Einzelgänger. Nach der Jungenaufzucht verlassen die Weibchen Anfang bis Mitte August das Wochenstubenquartier. Große Mausohren (Flügelspannweite von bis zu 40 cm) gehören zu den besonders lichtempfindlichen Fledermäusen. Sie verlassen ihr Quartier erst bei völliger Dunkelheit. In Mönsheim hat man sich daher darauf geeinigt, auf ein Anleuchten der Kirche zu verzichten. Sonst würden die Tiere erst viel später ausfliegen, hätten somit weniger Zeit für die Nahrungssuche und –aufnahme und dadurch schlechter versorgte Jungtiere, die möglicherweise den Winter nicht überleben.

 

Dohlen-Kolonie im Kirchturm der katholischen Kirche in Mühlacker

Gesäuberte Dohlenkästen - Bild: Liss Sinkova

Am Abend des 16.08.2017 waren 3 Mitglieder der Ortsgruppe Mühlacker auf dem Kirchturm der katholischen Kirche in Mühlacker, um altes Nistmaterial der dortigen Dohlen-Population zu entfernen. Dohlen, silbrig-schwarze Rabenvögel, zählen zu den intelligentesten Vögeln und nisten gerne in Höhlen großer, alter Bäume oder in Felsen. Weil alte Höhlenbäume selten stehen gelassen werden, nutzen sie ersatzweise die Nischen von hohen Gebäuden. Brutplätze in Ortschaften werden oft im Zuge der Gebäudesanierungen entfernt oder verschlossen. Deshalb wurden im hiesigen Kirchturm Dohlen-Nistkästen installiert: Die Tiere brüten seither jedes Jahr dort. Normalerweise sollen sie dafür nicht in das Innere des Turms – aber das interessiert sie natürlich nicht. Also finden manche trotz der Schutzgitter den Weg hinein und schleppen Zweige, Papierfetzen und anderes Nistmaterial in den Dachstuhl. Das machen wir vom BUND hin und wieder weg, wenn die Brutzeit vorbei ist und die Vögel von unseren Aufräumarbeiten ungestört bleiben.

„Fuchs du hast die Gans gestohlen …“

Einem Schlaumeier auf der Spur

 „Unsere BUND-Veranstaltung „Fuchs Du hast die Gans gestohlen“ ist ein voller Erfolg“, resümieren Britta und Klaus Faaß. Auf Grund der großen Nachfrage hatte das Ehepaar Faaß am vergangenen Wochenende einen zweiten Termin der Wald- und Wiesenerlebnis-Aktion angeboten. Junge Naturforscher*innen im Alter von 4,5 bis 9 Jahren lernten hier auf spielerische Art alles über den Fuchs und seine Lebensweise. Am erstaunlichsten fanden alle, wie gerne Füchse sich von Beeren und Obst ernähren und somit keine reinen Fleischfresser sind. Besonders spannend wurde es für die Kinder, als es quer durch den Wald auf kaum zu erkennenden Wildpfaden bis zum Fuchbau ging. Schon unterwegs gab es immer wieder falschen Alarm: "Da ist der Fuchsbau!" rief immer wieder eine Kinderstimme, wenn unter dem freiliegenden Wurzelwerk umgestürzter Bäume kleine Löcher zu sehen waren. Das Staunen war umso größer, als der echte Bau erreicht war. Hier erfuhren die Kinder unteranderem, dass Füchse oft gemeinsam mit Dachsen einen Bau bewohnen, allerdings darin ihre eigenen "Wohnzimmer" haben. Höhepunkt des Vormittags war das Füchslein schnitzen. Voller Stolz wurden am Ende kleine Füchse nach Neuenbürg, Straubenhardt, Marxzell, Pforzheim und sogar Bretten mit nach Hause genommen. 

 

 

Wohnsitzloses Backmobil sucht neues Zuhause

Am Pfingstmontag war es wieder im Einsatz, das legendäre fahrbare BUND-Backhäusle. Viele Besucher des Alpirsbacher Pfingstmarktes stehen Schlange, um sich mit einem der köstlichen Lauch-Speck-Flammkuchen stärken zu können. Organisiert wird das Ganze seit Jahren von der BUND Ortsgruppe Oberes Kinzigtal. Unzählige ehrenamtliche Helfer engagieren sich für diesen kulinarischen Leckerbissen: Gemüse schnippeln, Teig kneten, Backofen befeuern etc. Ein zusätzliches Highlight ist die bunte artenreiche Wildkräuterausstellung. Sie begeistert Groß und Klein. Die Einnahmen der diesjährigen Aktion werden an die Jungranger des Nationalparks und an die Greifvogelstation in Baiersbronn gespendet. Leider ist das Backmobil derzeit wohnsitzlos. Es braucht dringend einen neuen Unterstellplatz mit einer Mindesthöhe von 2,80 Metern. Wer dem Backhäusle helfen kann, melde sich bitte: Tel. 074552419.

Neue Geschäftsführerin des BUND-RV Nordschwarzwald

Sabine König

Jahrgang 1977

 

Arbeitsschwerpunkte:

Heimische Wildpflanzen und Kräuter

Natur-Erlebnis-Pädagogik, Umweltbildung für Erwachsene

Entwicklung und Umsetzung von Projektideen

Unterstützung von Ehrenamtlichen

Naturschutz

 

Bei Fragen, Wünschen, Anregungen, können Sie mich gerne kontaktieren

 

 

 

 

 

Saatgut zum Hören, Anschauen, Anfassen und Mitnehmen

Manfred Rapp und Anja Banzhaf mit historischem Saatgut

 In der Thalia-Buchhandlung erschienen am 10.04.2017 viele Interessierte  zum Vortrag  „Wer die Saat hat, hat das Sagen“ von Anja Banzhaf, der Autorin des gleichnamigen Buches. Die Saatgutspezialistin berichtete eindrucksvoll darüber, wie die Agrarindustrie versucht weltweit die Kontrolle  über die Saat zu übernehmen. Sie erzählte davon, dass trotz allem vielerorts Bäuerinnen und Gärtner dafür kämpfen, über Ihr Saatgut und ihre Art der Landwirtschaft selbst zu bestimmen. Ergänzend referierte unser Landwirtschaftsexperte Walter Appenzeller über die  „Kultursorten im Raum Pforzheim und Enzkreis einst und jetzt“. Fortgesetzt wurde die Veranstaltung von Uwe Riehl und dem Gärtnerei-Leiter  Mathias John mit der Vorstellung des Projektes „Solidarische Landwirtschaft Pforzheim“. Manfred Rapp vom Historisch-Archäologischen Verein Mühlacker rundet das Programm ab. Er erläuterte das erfolgreiche Saatgutprojekt Dürrmenzer Urfelder von der kleinen Gartenschau Mühlacker 2016 und zeigte, wie uralte Getreidesorten unter heutigen Bedingungen gedeihen. Im Anschluss an den gelungenen Abend gab es Saatgut zum Anschauen, Anfassen und Mitnehmen.

 

 



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