Wer hat Angst vorm grauen Wolf? Niemand! Und wenn er kommt?

Bild: Fam. Faaß

„ Dann machen wir uns groß!“ Das erfuhren die Kinder dieser Veranstaltung am 14.04.2018 bei dem Wald und Wiesenerlebnis mit Britta und Klaus Faaß. Auf Spielerische Art und Weise erlebten und erlernten die Teilnehmer*innen diese und andere Verhaltensregeln für eine eventuelle, äußert selten vorkommende Wolfsbegegnung.  Ebenso wurde ihnen die Arbeitsweise von Herdenschutzhunden vermittelt. Besonders erstaunte die kleinen Naturforscher*innen die Familienstruktur eines Wolfsrudels, das man eigentlich Wolfsfamilie nennen müsste. Überrascht waren die Kinder auch von den vielen Dingen die ein Jungwolf lernen muss,  um zu überleben. Die lebensgroßen Pappaufsteller die es im Wald zu entdecken gab, beeindruckten sehr. Zum Abschluss schnitzten alle hochkonzentriert ein Wölfchen aus einer Astgabel, welches jedes Kind mit nach Hause nehmen konnte, um sich immer wieder an den schönen erlebnisreichen Tag und das Gelernte zurückerinnern zu können.

 

Fleckenputzete und „Mönsheim blüht“ ein toller Erfolg!

Bild: BUND Ortsgruppe Heckengäu

Bei strahlend blauem Himmel starteten am Samstag den 14.04.2018 um 09:00 Uhr die rund 50 fleißigen Helfer und Helferinnen, der Mönsheimer Jugendfeuerwehr mit ihren Ausbildern, der Naturkindergarten Waschbären Mönsheim und andere sowie die BUND Ortsgruppe Heckengäu zur Mönsheimer Fleckaputzete.  Ausgestattet mit Müllsäcken und Greifzangen – vom Bauhof zur Verfügung gestellt – ging es dann in kleinen Gruppen los. Für die Kinder wurden extra Warnwesten vom Abfallwirtschaftamt Enzkreis über die JVA Heimsheim angefertigt und kostenlos zur Verfügung gestellt.

Der vorgefundene Müll gefährdet Hunde, Katzen und Wildtiere. Offene Getränkedosen verleiten hungrige Füchse, Igel und Mäuse dazu, ihre Schnauzen hineinzustecken. Wildtiere können sich dann oft nicht selbst befreien und verletzen sich oder ersticken daran.  Glasscherben führen oft zu schweren Verletzungen bei den Tieren. Ein ständig zunehmendes Problem stellen die vielen Coffee-to-go-Becher dar, die nur schwer recycelbar sind, da die Kunststoffbeschichtung auf der Innenseite kaum vom Papier gelöst werden kann. Hier könnte eine Umstellung auf Mehrwegkaffeebecher Abhilfe schaffen. Zigarettenschachteln, Kippen, Aludosen, Glasflaschen, Haushaltsmüll und Plastikmüll wurde überall angetroffen, aber auch entsorgte Feuerlöscher, gefüllte Marmeladegläser, Farbeimer, Öldosen, Drahtgeflecht, Autoreifen, ein Schubkarren sowie Bauschutt. Der bereitgestellte Container war auch in diesem Jahr durch den gesammelten Müll (leider) wieder randvoll.

 

Gleichzeitig wurden von Mitgliedern des OGV Mönsheim und dem BUND Heckengäu die Blumenmischungen der Aktion „Mönsheim blüht“ kostenlos an die sehr interessierten Bürgerinnen und Bürger verteilt. Je mehr Bürger in ihren Gärten die Blühmischungen aussäen, desto bunter wird Mönsheim, gleichzeitig wird eine wichtige Nahrungsgrundlage für heimische Bienen und Wildbienen geschaffen. Diejenigen die keine Zeit zum Vorbeischauen hatten, können solange der Vorrat reicht noch kostenlose Blühmischungen im Rathaus, Bürgerbüro, erhalten.

Nach über 3 Stunden Arbeit in teilweise unwegsamen Gelände wurde die Putzete bei einem gemütlichen Beisammensein und einem von der Gemeinde gesponserten Vesper sowie Kaffee und Kuchen beendet.

 

 

Ausstellungseröffnung „Faszination Garten“ im Landratsamt des Enzkreis

Bild: Sabine König

Am 09.04.2018 wurde in der Eingangshalle des Landratsamtes Enzkreis in der Zähringerallee in Pforzheim die Ausstellung „Faszination Garten“ eröffnet. Die Veranstaltung startete mit der Begrüßungsrede des ersten Landesbeamten Wolfgang Herz. Herr Herz unterstreicht hier mit faszinierenden Zitaten aus hochkarätiger historischer Literatur – wie z.B. „In der Natur fühlen wir uns wohl, weil sie kein Urteil über uns hat.“ von Friedrich Wilhelm Nietzsche – wie wichtig und wertvoll die Natur für uns Menschen ist und wie notwendig es daher ist, dass wir sie schützen. Der Landesbeamte stellt dar, was im Enzkreis Positives in Sachen Naturschutz in letzter Zeit auf den Weg gebracht wurde, wie aktuell die Biomusterregion Enzkreis. Im Anschluss daran folgten einführende Worte von Martin Häcker dem Vorstand der BUND Ortsgruppe Heckengäu, der als Naturschützer und Fotograf vor Ort die Ausstellung mit seinen Fotos bereichert.

Danach gilt die Ausstellung als eröffnet und die 15 Schautafeln mit dem Thema „Faszination Garten“ werden von den an die 100 gekommenen Gästen besichtigt. Die Präsentation informiert über die überschwängliche Blütenpracht und Artenvielfalt in heimischen Gärten – Oasen der Ruhe und Schönheit für die Menschen und ebenso ein Paradies für die bedrohte Natur sowie Landeplatz vieler Zugvögel. Beim Stehempfang mit Köstlichkeiten vom regionalen Buffet wird abschließend über das Gesehene und die Zukunft der Farbenpracht diskutiert und sich ausgetauscht.

 

An die Kröten, fertig, los!

Mitgliederversammlung BUND Ortsgruppe Maulbronn

Bild: Messerschmid

Vergangenen Freitag, den 16.03.2018, fand die diesjährige Mitgliederversammlung der BUND Ortsgruppe Maulbronn in der Postscheuer statt. Der Vorstand berichtete nach der Begrüßung über die stattgefundenen Aktionen vom Januar 2018 bis zum vergangenen Freitag. Besonders zu erwähnen waren dabei:

  • Wildkatzen-Lockstock-Aktion mit erfolgreichem Nachweis in drei Quadranten
  • Streuobst-Schnittaktion auf der BUND-Wiese
  • Sanierung des Daches der Hütte auf der BUND-Wiese
  • Pflegemaßnahmen am Hohenackersee
  • Neue Homepages des Ortsverbands unter https://bund-maulbronn.de
  • Amphibienschutzaktion
  • (Neu-)Mondscheinwanderung im Januar
  • In Kooperation mit der ev. Kirchengemeinde gezeigter Film „More than honey“
  • Vortrag von Dr. Christoph Aly „Ohne Bienen bleibt der Obstkorb leer“ zum Bienensterben
  • Naturtagebuch mit einem ersten Platz auf Landesebene

Dem Bericht des Kassiers und der Kassenprüfer folgte die einstimmige Entlastung des gesamten Vorstands durch die Anwesenden. Alle dankten Peter Wilhelm mit einem kleinen Präsent für seine Arbeit als Vorsitzender. Es folgte mit den Wahlen der nächste wichtige Punkt in der Agenda. Der Vorstand nach den Wahlen sieht nun wie folgt aus:1. Vorsitzender: Steffen Mauch, 2. Vorsitzender: Peter Wilhelm, Kassier: Uwe Zilke, Kassenprüfer: Maren Willenbrock-Weigel und Herbert Hammer, Beisitzer: Andrea Mauch Bäuerle und Klaus Timmerberg.

Weiter ging es mit dem Ausblick auf das Jahr 2018. Neben den alljährlichen Pflege- und Amphibienschutz-Aktionen steht 2018 wieder ein Ausflug auf dem Plan. Spannende Themen werden auch aus der „BUND-Zukunftswerkstatt-Maulbronn“ das Jahr bereichern. Den Anfang machte bereits der oben erwähnte Film zusammen mit der ev. Kirchengemeinde, dem noch mehr folgen werden. In Kooperation mit dem Naturgarten e. V. wird am 05.05.2018 eine Pflanzentauschbörse stattfinden. Weiteres wird sicher noch kommen und im Maulbronner Mitteilungsblatt sowie unter https://bund-maulbronn.de zu lesen sein. Der Abend schloss mit wunderschönen und inspirierenden Fotos aus dem vergangenen Jahr.


Vogelarten im Vorfrühling

Bild: Sabine König

Sonntag, den 11.03.2018 am späten Vormittag startete die Vogelexkursion rund um den Heimsheimer Steinbruch mit dem Vogelexperten – der BUND-OG Heckengäu – Martin Häcker. Zuerst sichteten wir eine Elster am Himmel und erfuhren, dass es sich dabei um eine Schlüsselart handelt. Kommt sie in der Gegend vor, ist das Biotop einigermaßen in Ordnung und es kommen auch alle gängigen Singvogelarten hier vor. Auf dem Weg zum Steinbruch zwitscherte in den luftigen Höhen über einem Acker eine Feldlerche, ein Bodenbrüter. Über dem Steinbruch schwebte ein Kolkrabe, unser größter heimischer Singvogel. Kaum zu glauben, wo man doch sein Gekrächse kaum als Gesang interpretieren mag. Nun waren die Ferngläser gefragt, denn in der Felswand entdeckten wir ein Wanderfalkenpärchen samt Nest, auch den typischen Ruf bekamen wir zu hören. Besonders gerne nutzt der Uhu als größter heimischer Greifvogel Steinbrüche für seine Brut. Als Rarität bekamen wir Felsentauben zu Gesicht. Dann zogen wir weiter in den nahegelegenen Wald. Unterwegs begegneten uns Kohl- und Blaumeise, optisch durchaus leicht zu erkennen, beim Klang muss man etwas üben. Sogar die Goldammer ließ ihre Melodie erklingen und zeigte sich im schönen goldgelben Federkleid. Im Wald lernten wir – dem Gesang nach – den Waldbaumläufer vom Gartenbaumläufer zu unterscheiden und dass beide den Baum von unten nach oben spiralförmig nach Nahrung absuchen und ihre Gelege hinter Rindenspalten ablegen. Der Buchfink und Distelfink kam uns hier auch zu Ohren. Zu guter Letzt hörten wir noch den Schwarzspecht. Markant für ihn ist, dass er innerhalb einer Minute seinen Ruf viermal erklingen lässt.

 

 

BUND-Kindergruppe aus Maulbronn (Enzkreis RV Nordschwarzwald) nimmt zum 15. Mal beim Naturtagebuch-Wettbewerb teil und gewinnt den ersten Preis

Bild: Steffen Mauch

Stuttgart. In ihren Naturtagebüchern nehmen Kinder zwischen 8 und 12 die Natur genau unter die Lupe. Die Naturforscher*innen beobachten jedes Jahr über mehrere Monate eine Pflanze, ein Tier oder einen Lebensraum. Sie haben 2017 u.a. Bäume, Biber, Spinnen oder sogar Storchenküken beim Großwerden beobachtet, Tomaten aufgezogen, Bienenvölker gehalten und Honig geimkert oder dokumentieren das Verstreichen der Jahreszeiten in Lebensräumen. Die Eindrücke und Erlebnisse haben sie für den Wettbewerb der BUNDjugend in ihren Naturtagebüchern dokumentiert, die sie mit selbst geschriebenen Geschichten, Zeichnungen und Fotos, selbst genähten Marionetten oder Rezepten ausgeschmückt haben. Am Samstag 10.03.2018 haben die Erstplatzierten ihre Preise und Urkunden im Stuttgarter Lindenmuseum verliehen bekommen.

Die BUND-Kindergruppe Maulbronn hat zum 15. Mal teilgenommen und wieder einen ersten Preis geholt. Sie 7 bis 13-jährigen Schüler*innen haben verschiedene Kreisläufe in der Natur beobachtet und viele vielseitige Aktionen gemacht, wie ein Biotop in einem Marmeladenglaser zu entwickeln. In ihrem Tagebuch dokumentieren sie: „In ein Marmeladenglas haben wir Kies, Erde, Wasser in Moos gefüllt. Dann wurde alles luftdicht verschlossen. Obwohl wir nicht gießen und keine Luft dazu kommt, wächst das Moos.“  Die Jury schreibt in ihrer Urteilsbegründung: „Das Thema Kreisläufe zieht sich gut strukturiert, mit allen möglichen Facetten durch das Tagebuch. Vor allem hervorzuheben ist, dass die großen, bunten Seiten immer von unterschiedlichen Kindern auf ihre ganz individuelle Art gestaltet wurden.“ 

„Mit ihrer Teilnahme am Wettbewerb beobachten die Kinder die vielfältigen Phänomene und die Dynamik der Natur intensiv und lernen sie so besser zu verstehen“, sagte der Amtschef des Umweltministeriums, Ministerialdirektor Helmfried Meinel. „Dabei erfahren sie ganz praktisch, wie jede und jeder Einzelne von uns dazu beitragen kann, den Schatz unserer Natur zu bewahren.“

 

Amphibienwanderung in Mönsheim seit über 20 Jahren eine Erfolgsgeschichte

Bild:BUND-Heckengäu: Kröten im Sammeleimer

Der BUND Heckengäu betreut seit über 20 Jahren in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Enzkreis den Amphibienschutzzaun an der Kreisstraße 4569 zwischen Mönsheim und Wimsheim. 15 000 Amphibien konnten so vor dem Tod durch Überfahren gerettet werden. Jedes Frühjahr, sobald die Temperaturen im Februar milder werden und es abends wärmer als fünf Grad ist, beginnen die Erdkröten, Frösche, Molche und Feuersalamander ihre Wanderung von ihren Winterquartieren zum Laichgewässer am Willi-Kraft-See. Durch den engagierten Einsatz des BUND-Ortsverbandes Heckengäu entwickelte sich eine stabile Population an Erdkröten, Berg-und Teichmolchen sowie Feuersalmandern.

Um die Tiere zu schützen, bauten die Aktivisten zusammen mit der GSI Enzkreis auch dieses Frühjahr wieder einen 500 Meter langen Folienzaun auf. Die Helfer sammeln jetzt täglich abends und morgens die Amphibien ein und bringen sie so sicher zu ihrem Laichgewässer. Am Samstag, den 10.03.2018 wurden zu dritt von 20:30 bis 23:15 Uhr an der Strecke Mönsheim-Wimsheim (K 4569) 158 Amphibien insgesamt lebend über die Straße zum Teich getragen: dabei handelte es sich um 76 männliche Kröten, 5 weibliche Kröten,1 Feuer- salamander weiblich, 4 Teichmolche männlich, 4 Teichmolche weiblich, 41 Bergmolche männlich, 27 Bergmolche weiblich. Darüber hinaus gab es 34 überfahrene Tiere (Kröten und Salamander), die kommen entweder unterm Zaun durch, der liegt je nach Untergrund nicht 100 Prozent plan oder sind vor oder nach dem aufgebauten Zaun unterwegs. Denn hier ist im Kurvenbereich ist eine Zaunverlängerung nicht möglich, einfach zu gefährlich für die Helfer*innen.

 

 

 

 

Ohne Bienen bleibt der Obstkorb leer – Das Insektensterben und was wir dagegen tun können

Bild: Steffen Mauch

Viele Besucher kamen am 09.03.2018 zum – von der BUND Ortsgruppe Maulbronn organisierten – Vortrag von Dr. Chrisoph Aly. Dr. Aly nahm die Besucher mit auf einen sehr informativen und spannenden Vortrag zum Sterben der Insekten. Anhand vieler Studien zeigte er eindrücklich den Rückgang der Biomasse, die je nach Art in den letzten 20 – 30 Jahren 50, 60, 70 oder mehr als 80 % beträgt. Der Artenrückgang beschränkt sich aber nicht nur auf die Insekten. Da die Insekten eine wichtige Nahrungsquelle unter anderem für Vögel darstellen, sind auch viele Vogelarten mittlerweile im Bestand stark zurückgegangen. Bei der Suche nach den Ursachen kommen viele Faktoren zusammen. Die Versiegelung von Flächen ist hier noch fast vernachlässigbar. Bereits mehr Einfluss hat der Wandel der Landschaften hin zu Monokulturen bzw. dem Rückgang der Artenvielfalt der Pflanzen. Seit der Einführung von Neonicotinoide zeigen jedoch viele verschiedene internationale Studien einen rapiden Artenrückgang. Verglichen mit älteren Pestiziden wie z. B. DDT sind die Neonicotinoide 1000fach giftiger für die Insekten. Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben dabei, dass die Tiere nicht zwingend sofort sterben. Viele sterben erst im späteren Verlauf durch die Nachwirkungen der Neonicotinoide wie z. B. geschwächte Immunsysteme und somit Anfälligkeit für Krankheiten. Dr. Aly schloss seinen Vortrag mit Vorschlägen, wie jeder Einzelne etwas für den Erhalt oder zumindest die Verlangsamung des Artenrückgangs tun kann. Wichtig sind natürlich naturnahe Gärten und auch der bewusste Einkauf von biologisch erzeugten Lebensmitteln. Die große Wende kann allerdings nur durch ein Umdenken in der Politik erfolgen. Nach einer kurzen Pause folgte noch eine rege Diskussion zwischen Publikum und Referenten. Hier wurde deutlich, dass das Thema doch die Bevölkerung bewegt.

 

Jahreshauptversammlung BUND Ortsgruppe Mühlacker

Bild: Liss Sinkova

Am Mittwoch, den 07.03.2018 haben sich die Mitglieder des BUND Mühlacker zur Jahreshaupt- versammlung getroffen, das vergangene Jahr Revue passieren lassen und Zukunftspläne diskutiert. Zu Beginn wurde eine Schweigeminute eingelegt, um dem kürzlich verstorbenen Otto Eisert - Gründungsmitglied der BUND-Ortsgruppe Mühlacher - zu gedenken, welcher mit stolzen 98 Jahren vor wenigen Wochen noch aktiv an den Sitzungen teilgenommen hatte. Das Jahr 2017 zeichnete sich vor allem durch die turbulente Amphibienschutzaktion am Wullesee aus, bei der der See kurz vor dem Austrocknen aufgefüllt werden konnte, ein Biotop an der Enz, das zum Schutz der Wildbienen angelegt wurde, ein erfolgreiches Jahr Kindergruppe unter neuer Leitung und mit überarbeitetem Konzept. Bei der Streuobst-Apfelabnahme konnten sich die Helfer über einen Feierabend am frühen Vormittag freuen, weil es wegen den Spätfrösten im Frühjahr extrem wenig Obst gab. Unvergesslich waren auch der Freizeitnachmittag an den Seewaldseen sowie die Sitzung im August, die spontan zu einer internen Feier weiterentwickelt worden war.

 

 

Neujahrsempfang für Alpirsbach

Bild: BUND Oberes Kinzigtal

Beim ersten Empfang für Neubürger und Bürger der Stadt Alpirsbach im Haus des Gastes am 25.2.2018 wurden die Bürger bei einem Glas Sekt und musikalischer Unterhaltung von Helmut Held, Referent für Kultur/Tourismus und Öffentlichkeitsarbeit, begrüßt. Anschließend richtete Bürgermeister Reiner Ullrich das Wort an die zahlreich erschienenen Bewohner*innen von Alpirsbach, die Vertreter*innen der Vereine und Institutionen sowie die Gemeinderäte und die Ortsvorsteher. Auch der BUND Oberes Kinzigtal war mit einem Informationsstand vor Ort. Hier konnten sich Interessierte mit der Arbeit des BUND vertraut machen, Fragen stellen und sich zu Umwelt- und Naturthemen beraten lassen. Ob Amphibienaktionen, Pilzberatung oder Windkraft das Team der BUND Aktiven stand Rede und Antwort und zeigte diverse Mitmachmöglichkeiten auf. Am Ende des Neujahrsempfangs erhielten die BUNDler*innen das Lob der Stadtverwaltung für den schönsten Info-Stand der Veranstaltung.

 

 

Workshop Verhandlungstrainig für den Naturschutz - Krieg, Spiel oder Beziehungspflege

Bild: Kathrin Baumann

Am 24.02.2018 trafen sich BUNDler*innen, Leute vom Nabu und andere im Naturschutz tätige beim Workshop „Erfolgreich kommunizieren für den Naturschutz“ unter der Leitung des Kommunikationsexperten Rainer Manderla. In diesem praxisorientierten Workshop wurde mit der Frage gestartet: „Waren für Sie Verhandlungen in der Vergangenheit eher Krieg, schwierig, ein Spiel oder Beziehungspflege?“. Hierzu bezog jede Teilnehmer*in Stellung und berichtete von ihren eigenen Erfahrungen. Darauf aufbauend skizziert der Referent verschiedene Verhandlungsstrategien, deren Vorteile und Wirksamkeit.  Rainer Manderla zeigt Möglichkeiten auf, wie jeder in Verhandlungen eine Einigung zwischen den eigenen Vorstellungen und denen des Gegenübers und vor allem mehr als einen faulen Kompromiss erzielen kann. Während des Workshops wird deutlich, wo die „Stellschrauben“ sind, die gegensätzliche Positionen in gemeinsame Ziele umkehren lassen. Veranstalter des Workshops war das „Dialogforum Erneuerbare Energie und Naturschutz“ des Nabu & BUND. Am Ende kehren alle motiviert und mit neuem Mut in ihre jeweiligen Projekte vor Ort zurück. Egal ob Wolf, Windrad oder Wegbegleitgrün, partnerschaftliche Einigung ist immer möglich.

 

Krötenzaun-Aufbau im Schnee

Bild: Inga Junge

Bei eisiger Kälte und Schnee wurden unter der Leitung des BUND Heckengäu seit dem 22.02.2018 die Amphibienzäune aufgebaut – denn der Count Down für die Amphibienwanderung läuft. Sollten die Temperaturen in den nächsten Wochen milder werden (abends um die +5°C) beginnen die Erdkröten, Frösche, Molche und Feuersalamander mit ihrer Wanderung von ihren Winterquartieren zu den Laichgewässern. Dann startet für die Helfer des BUND Heckengäu und BUND Weissach/Flacht die Amphibien-Sammelaktion für die nächsten 6-8 Wochen. Durch den tatkräftigen und unermüdlichen Einsatz der Mitarbeiter der GSI Enzkreis (Gemeinnützige Service-und Integrations-Gesellschaft Enzkreis) stehen nun die Folienzäune für die diesjährige Amphibienwanderung. Die Amphibienstrecken, die von unseren ehrenamtlichen Helfern betreut werden, befinden sich zwischen Wimsheim und Mönsheim (= K 4569), bei der RBW Wiernsheim (= L 1134), zwischen Wiernsheim und Wurmberg (= L 1135) und zwischen Heimsheim und Perouse (= L 1180).

Der BUND Heckengäu und der BUND Weissach/Flacht sucht für diese Strecken für die bevorstehende Amphibienwanderung 2018 noch Helfer, die nach einer Einweisung selbstständig einen Streckenabschnitt an bestimmten Tagen von 7:00 Uhr bis 9:00 Uhr und abends von 21:00 Uhr bis 23:00 Uhr betreuen können. Vom Landratsamt Enzkreis gibt es eine kleine Aufwandsentschädigung für die geleisteten Einsätze. Wer Interesse und Zeit hat, meldet sich bitte.

 

Schillernder Star zu Besuch in Heimsheim

Bild: Martin Häcker

Die Stadtbibliothek Heimsheim und die BUND-Ortsgruppe Heckengäu luden am 09. Februar 2018 herzlich zu dem Dia-Vortrag: „Der Star - Vogel des Jahres 2018“ in den Vortragssaal Zehntscheune ein. Humorvoll, spannend und mit eindrucksvollen Bildern präsentiert uns der fundierte Vogelkenner Reinhardt Mache einen der beliebtesten Singvögel, den Star. Er berichtet, dass der schillernde Alltagsvogel, dessen Bestand durch die intensive Landwirtschaft und den Flächenverbrauch gefährdet ist, inzwischen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten steht. Somit ist der Star eine Art Botschafter für die Erhaltung der Artenvielfalt. Noch künden uns große Starenschwärme im Spätsommer den nahenden Herbst an. Doch wir alle können etwas für seinen Erhalt tun. Die anwesenden Gäste gehen mit Brezeln gestärkt und verzaubert von dem besonderen Vogel ihrer Wege.

 

Kontrolle der durch den BUND OV Biet betreuten Nistkästen

Bild: BUND OV Biet

 

 

Schnitt für Schnitt zum perfekten Obstbaum

Bild:BUND OV Biet

Am 09.02. veranstaltete das Landratsamt Enzkreis auf der vom BUND seit Jahren betreuten und gepflegten Streuobstwiese Steinegg einen Baumschnittkurs für angehende Obstbau- fachwirte. Mit dabei waren auch Aktive der BUND Ortsgruppe Biet. Unter der Leitung von Bernhard Reisch, Baumexperte und Obstbaufachberater, lernten 25 Teilnehmer*innen an 18 Bäumen wie Obstgehölze fachgerecht geschnitten werden. Auf diese Weise gut ausgebildet und gerüstet, können sich die BUNDler*innen jetzt fachgerecht an die Arbeit machen, an die übrigen 173 Bäume dieser Streuobstwiese.

 

Werbeteam in Pforzheim

Bild: BUND Marketing GmbH

Vom 05.02., bis einschließlich Samstag, den 10.02.2018, informierte ein Team vom BUND in Pforzheim über den BUND Regionalverband Nordschwarzwald und seine Projekte. Zudem gab es die Möglichkeit Fragen zu stellen und bei diesem größten Umwelt- und Naturschutzverband Deutschlands Mitglied zu werden. Besonders freuen wir – als BUND – uns über Menschen die sich ehrenamtlich engagieren wollen und natürlich über neue Mitglieder, welche unsere umweltpolitische und gemeinnützige Arbeit mit ihrer Stimme und einem frei zu wählenden finanziellen Beitrag unterstützen. Je stärker unsere Gemeinschaft ist, desto mehr erreichen wir natürlich für Umwelt und Natur. Das berufliche Team kam direkt vom Verband und zeigte die bestehenden Möglichkeiten zur Mithilfe.

 

 

Pflegemaßnahme Lerchenhof Mönsheim

Bild: Inga Junge

Am Samstag, den 03. Februar 2018 fand wieder unsere jährliche Pflegemaßnahme am Lerchenhof in Mönsheim statt.  Wir sind dankbar für jede helfende Hand, die uns hier unterstützt dieses ökologisch wertvolle Biotop zu erhalten! Am Ende des Einsatzes klönten wir gemeinsam bei Kaffee, Tee und selbstgebackenem Kuchen. Wir betreuen diesen Magerrasenstandort bereits seit unserer Gründung 1991 und werden für unseren Einsatz jedes Jahr mit zahlreichen Orchideen, Silberdisteln und vielen anderen seltenen Blumen- und Pflanzenarten belohnt.

 

Birding, die Vogelexkursion für Kinder

Bild: Sabine König

6 bis 11jährige Jungs und Mädchen gehen am 28.01.18 mit Britta und Klaus Faaß in Straubenhardt / Schwann auf Vogelentdeckung. Bei dem Rundgang durch die Natur erstellen sie gemeinsam eine Liste aller Vögel die wir entdecken. Manchmal sind sie flott unterwegs und manchmal müssen sie ganz langsam und vorsichtig schleichen. In einer Hecke entdecken sie, dass es einen Vogel gibt, der sich ein Dach übers Nest baut: Nämlich die Elster. Mit dem „Ting“ können sie die Stimmen ihrer gefiederten Entdeckungen an Ort und Stelle anhören. Durch das Spektiv – das haben sie für weiter entfernte, sehr scheue Vögel dabei – sehen sie an einer alten Eiche sogar einen Mittelspecht mit rosafarbener Brust.  Zum Abschluss bastelt jedes Kind sich ein sogenanntes „Thaumatrop“ beziehungsweise „kleines Wunder“, selbst.

 

Neujahrsempfang: Kretschmann & BUND-Ehrenamtliche im Stuttgarter Schloss

Bild: Klaus Faaß

Als Dankeschön für das große ehrenamtliche Engagement im Natur- und Umweltschutz war auch eine Delegation des BUND zum Neujahrsempfang am 19.01.2018 ins Stuttgarter Schloss eingeladen. In ehrwürdiger Atmosphäre nutzte Winfried Kretschmann die Gelegenheit zum dankbaren Händeschütteln und kurzem Austausch über unsere Verbandarbeit. Nach den Neujahrsreden bot der Abend bei köstlichem Buffet die Gelegenheit zu regem Austausch zwischen den Ehrenamtlichen verschiedener Verbände, Initiativen über die geleistete Arbeit für den Umwelt- und Naturschutz und den Blick in die Zukunft.

 

Sabine König kümmert sich als Leiterin des BUND-Regionalverbandes um viele Themen

WLAN, Handy, Schnurlostelefon & Co: Gefahren und alltagstaugliche Nutzungsempfehlungen

Bild: © Sabine Danner

Die Baubiologin und Heilpraktikerin Sabine Danner hielt am Di. den 21.11.17 einen überaus spannenden Erlebnisvortrag zu WLAN, Handy, Schnurlostelefon & Co im Naturschutzzentrum Pforzheim des BUND Regionalverband Nordschwarzwald. Die Anfragen zu diesem Thema waren enorm und der Vortag innerhalb von zwei Tagen komplett ausgebucht. Mit vielen Anschauungsobjekten und akustisch/optischen Messgeräten machte Frau Danner die künstlichen elektromagnetischen Felder wahrnehmbar und verdeutlichte die Gefahren. Sie zeigte alltagstaugliche Nutzungsempfehlungen, Schutzmaßnahmen auf und gab hilfreiche Merksätze mit auf den Weg „Schalten Sie das WLAN immer ab, sobald Sie am PC fertig sind. Wenn Sie morgens oder abends für 10 Minuten Duschen wollen, lassen Sie doch auch nicht den ganzen Tag das Wasser laufen.“ Das Publikum zeigte sich überaus beeindruckt und ließ mit Fragen und eigenen Erfahrungsberichten von Betroffenen nicht locker.

 

Landschaftspflegeeinsatz im Naturschutzgebiet Kalkofen

Bild: Nicole Beck

Der BUND Ortsverband Heckengäu leistet mit der Unterstützung zahlreicher Helfer am Samstag den 18.11.2017 weitere Landschaftspflegeeinsätze im Bereich Kalkofen in Mönsheim. Die Aktiven schneiden einen verbuschten Steinriegel frei und transportieren das Gestrüpp ab. Nun kann die Sonne wieder bis zu den Steinen durchdringen und diese erwärmen: ein idealer Lebensraum für Eidechsen und Schlingnattern. Parallel dazu mäht die restliche Gruppe eine artenreiche Wiese, auf der sich der Schwarzdorn in den letzten Jahren ausgebreitet hat. Naturbegeisterte Spaziergänger können hier im nächsten Sommer viele Schmetterlinge beobachten. Zwischendurch stärken sich die sechzehn ehrenamtlichen Naturschützer mit Gulasch- und Kartoffelsuppe, gesponsert von der Gemeinde Mönsheim. Dank der vielen Helfer wird zusätzlich noch der Bereich der ehemaligen Schneckenfarm gemäht. Im Frühjahr blühen auf diesem kalkreichen Boden Küchenschellen.

 

BUND & OGV organisieren 1500 neue Obstbäume fürs Heckengäu

Bild: Lea Baumgärtner

Die ehrenamtliche Streuobstinitiative „1000 Bäume für das Heckengäu“ hat 2017 eine breitangelegte Baumpflanzaktion für den Erhalt und die Neuanlage von Streuobstwiesen ins Leben gerufen. Das dafür von Joachim Baumgärtner, BUND Heckengäu und Albert Geiger, OGV Eberdingen-Nussdorf entwickelte Konzept wurde vom Auswahlgremium LEADER Heckengäu als förderwürdiges Naturschutzprojekt anerkannt. Die Teilnehmer an der geförderten Pflanzaktion verpflichteten sich zu einer fachgerechten Pflanzung und Pflege der Bäume. Ergänzend dazu wurde eine Sammelbestellung aufgelegt, diese konnte Interessierten außerhalb der LEADER Region und auch den „Halbstamm-Fans“ die Teilnahme an der Pflanzaktion zum Selbstkostenpreis ermöglichen. Bis Mitte Oktober 2017 wurden insgesamt 1100 Hochstämme und 400 Halbstämme bestellt, als begleitende Naturschutzaktion wurden zusätzlich 130 Nistkästen für Höhlenbrüter von den Bestellern geordert. Am 11.November wurden am Mönsheimer Freibadparkplatz mit der Unterstützung heimischer Fachwarte, dem OGV Mönsheim und Mitgliedern des BUND Heckengäu mehr als 850 Bäume ausgegeben. Die Verteilung weiterer Bäume erfolgte am darauffolgenden Wochenende, durch Fachwarte und Naturschutzfreunde, in Eberdingen, Calw-Stammheim und Nagold-Mindersbach.  Ab dem Winter 2018/19 erfolgt für die LEADER Besteller über einen Zeitraum von 5 Jahren eine jährliche Veranstaltung für die Pflege und Erziehung der Jungbäume.

 

Nacht- und tagesaktive Greifvögel bei der Ortsgruppe Oberes Kinzigtal

Bild: Hans Gerd Michel

Achim Klumpp von der Greifvogelstation Baiersbronn stellt nacht- und tagesaktive Greifvögel des Schwarzwaldes beim Treffen der BUND Ortsgruppe Oberes Kinzigtal vor. Er startet die Vorstellung der eulenartigen Greife von „ganz klein“ mit dem Sperlingskauz und endet mit der größten Eule, dem Uhu. Ein beeindruckendes Video zeigt Herrn Klumpp sogar beim Streicheln eines Uhus. Weiter geht es mit dem Sperber und Steinadler. Sachkundig bringt Achim Klumpp mit selbstgeschossenen Fotos die Eigenarten der verschiedenen Vögel nahe. Im zweiten Teil veranschaulicht er die Arbeit der Greifvogelstation. Pro Jahr werden dort 180 bis 250 verletzte Greifvögel fachgerecht versorgt. Als Dankeschön überreicht Ilse Süßer – die Kassiererin der Ortsgruppe – eine Spende von 500€. Am Schluss der Veranstaltung machen sich die Besucher angeregt diskutierend auf den Heimweg.

 

Das Mysterium der Pilze. Pilze für den Kochtopf und für die Natur.

Bild: Sabine König

Am Sonntag den 08.10.2017 veranstaltete der BUND Regionalverband Nordschwarzwald eine ca. zweieinhalbstündige Pilzführung im Dennacher Wald unter der Leitung von Bernd Miggel. Trotz echtem Herbstwetterfeeling -nass und kalt- sind alle Pilzfreund*innen und Naturkundler*innen am vereinbarten Treffpunkt eingetroffen. Wetterfest eingepackt starteten wir mit dem Pilzexperten. Herr Miggel ging unterwegs ein auf die Geologie, Bodenart, Begleitflora und die zu erwartenden Pilzarten sowie auf die Pilze, als Symbiosepartner, Folgezersetzer und Schwächeparasiten. Er erklärte die gefundenen Pilzarten und wiess darauf hin, welche essbar, ungenießbar bzw. giftig sind. Besonders begeistert waren die mitgeführten Kinder bei der Sache. Hier kristallisierte sich bereits ein sehr artenkundiger Nachwuchs-Pilzführer heraus, der essbare Speisepilze lupenrein und zielsicher finden und identifizieren konnte. Egal ob „Ziegenlippe“, „Lachs-Reizker“, „Marone“, „Wald-Champignon“ oder andere, aus Sicht des Buben: „alle Kinderleicht“.

 

Minister Untersteller trifft Mausohr am Wochenbett

Bild: Hans-Gerd Michel

Am 30.08.2017 findet die offizielle Besichtigung der Mausohrwochenstube in der Sankt-Martins Kirche in Horb statt und der BUND-Ortsgruppenvorstand der Ortsgruppe Oberes Kinzigtal, Hans-Gerd Michel, ist hautnah mit dabei. Anwesend ist auch Landesumweltminister Franz Untersteller, um die besonderen Gegebenheiten vor Ort in Augenschein zu nehmen. 2017 bietet die Sankt-Martins Kirche laut Lichtschrankenzählung 1260 Fledermäusen (des großen Mausohres), davon 700 Muttertieren, ein Zuhause. Es wird deutlich, dass sich das Anstrahlen von Kirchen sehr ungünstig auf die nachtaktiven Flieger auswirkt: Entweder fliegen sie zu spät los, um Nahrung für ihre Jungen herbeizuschaffen oder gar nicht! Zudem wird klar, wie wichtig die ehrenamtliche Arbeit der Fledermausbetreuer*innen ist. Untersteller verspricht Info-Veranstaltungen um die derzeitigen Fledermausbestände zu erhalten und zu fördern. Regierungspräsident Kressel will in 2018 für Schulungen für Quartiersbetreuer*innen sorgen.

 

Zählung des Großen Mausohrs in Mönsheim

Bild: Simone Reusch

Der BUND Ortsverband Heckengäu betreut seit Jahren die Mönsheimer Kirchenfledermäuse. Dazu gehören das Zählen der Tiere im Sommer und das Reinigen der Quartiere im Winter. Die Zählaktion vom 18.08.2017 in der Wochenstube im Kirchenschiff ergibt laut Simone Reusch und Nicole Beck ca. 60 weibliche Tiere inkl. Jungtiere. Im Glockenturm werden fünf Männchen gezählt. Die Population in der ev. Kirche in Mönsheim ist damit weitgehend stabil. In der Regel wird nur ein Junges pro Jahr Anfang Juni geboren. Während des nächtlichen Beutezugs der Muttertiere bleiben die Jungen in der Wochenstube und wärmen sich gegenseitig, bis die Mutter zum Säugen zurückkommt. Die Männchen hängen im Glockenturm und leben dort als Einzelgänger. Nach der Jungenaufzucht verlassen die Weibchen Anfang bis Mitte August das Wochenstubenquartier. Große Mausohren (Flügelspannweite von bis zu 40 cm) gehören zu den besonders lichtempfindlichen Fledermäusen. Sie verlassen ihr Quartier erst bei völliger Dunkelheit. In Mönsheim hat man sich daher darauf geeinigt, auf ein Anleuchten der Kirche zu verzichten. Sonst würden die Tiere erst viel später ausfliegen, hätten somit weniger Zeit für die Nahrungssuche und –aufnahme und dadurch schlechter versorgte Jungtiere, die möglicherweise den Winter nicht überleben.

 

 

Dohlen-Kolonie im Kirchturm der katholischen Kirche in Mühlacker

Gesäuberte Dohlenkästen - Bild: Liss Sinkova

Am Abend des 16.08.2017 waren 3 Mitglieder der Ortsgruppe Mühlacker auf dem Kirchturm der katholischen Kirche in Mühlacker, um altes Nistmaterial der dortigen Dohlen-Population zu entfernen. Dohlen, silbrig-schwarze Rabenvögel, zählen zu den intelligentesten Vögeln und nisten gerne in Höhlen großer, alter Bäume oder in Felsen. Weil alte Höhlenbäume selten stehen gelassen werden, nutzen sie ersatzweise die Nischen von hohen Gebäuden.Brutplätze in Ortschaften werden oft im Zuge der Gebäudesanierungen entfernt oder verschlossen. Deshalb wurden im hiesigen Kirchturm Dohlen-Nistkästen installiert: Die Tiere brüten seither jedes Jahr dort. Normalerweise sollen sie dafür nicht in das Innere des Turms – aber das interessiert sie natürlich nicht. Also finden manche trotz der Schutzgitter den Weg hinein und schleppen Zweige, Papierfetzen und anderes Nistmaterial in den Dachstuhl.Das machen wir vom BUND hin und wieder weg, wenn die Brutzeit vorbei ist und die Vögel von unseren Aufräumarbeiten ungestört bleiben.

 

„Fuchs du hast die Gans gestohlen …“

Bild: Britta Faaß

Einem Schlaumeier auf der Spur

 „Unsere BUND-Veranstaltung „Fuchs Du hast die Gans gestohlen“ ist ein voller Erfolg“, resümieren Britta und Klaus Faaß. Auf Grund der großen Nachfrage hatte das Ehepaar Faaß am vergangenen Wochenende einen zweiten Termin der Wald- und Wiesenerlebnis-Aktion angeboten. Junge Naturforscher*innen im Alter von 4,5 bis 9 Jahren lernten hier auf spielerische Art alles über den Fuchs und seine Lebensweise. Am erstaunlichsten fanden alle, wie gerne Füchse sich von Beeren und Obst ernähren und somit keine reinen Fleischfresser sind. Besonders spannend wurde es für die Kinder, als es quer durch den Wald auf kaum zu erkennenden Wildpfaden bis zum Fuchbau ging. Schon unterwegs gab es immer wieder falschen Alarm: "Da ist der Fuchsbau!" rief immer wieder eine Kinderstimme, wenn unter dem freiliegenden Wurzelwerk umgestürzter Bäume kleine Löcher zu sehen waren. Das Staunen war umso größer, als der echte Bau erreicht war. Hier erfuhren die Kinder unteranderem, dass Füchse oft gemeinsam mit Dachsen einen Bau bewohnen, allerdings darin ihre eigenen "Wohnzimmer" haben. Höhepunkt des Vormittags war das Füchslein schnitzen. Voller Stolz wurden am Ende kleine Füchse nach Neuenbürg, Straubenhardt, Marxzell, Pforzheim und sogar Bretten mit nach Hause genommen. 

 

 

Wohnsitzloses Backmobil sucht neues Zuhause

Bild: Sabine König

Am Pfingstmontag war es wieder im Einsatz, das legendäre fahrbare BUND-Backhäusle. Viele Besucher des Alpirsbacher Pfingstmarktes stehen Schlange, um sich mit einem der köstlichen Lauch-Speck-Flammkuchen stärken zu können. Organisiert wird das Ganze seit Jahren von der BUND Ortsgruppe Oberes Kinzigtal. Unzählige ehrenamtliche Helfer engagieren sich für diesen kulinarischen Leckerbissen: Gemüse schnippeln, Teig kneten, Backofen befeuern etc. Ein zusätzliches Highlight ist die bunte artenreiche Wildkräuterausstellung. Sie begeistert Groß und Klein. Die Einnahmen der diesjährigen Aktion werden an die Jungranger des Nationalparks und an die Greifvogelstation in Baiersbronn gespendet. Leider ist das Backmobil derzeit wohnsitzlos. Es braucht dringend einen neuen Unterstellplatz mit einer Mindesthöhe von 2,80 Metern. Wer dem Backhäusle helfen kann, melde sich bitte: Tel. 074552419.

 

Neue Geschäftsführerin des BUND-RV Nordschwarzwald

Sabine König

Jahrgang 1977

 

Arbeitsschwerpunkte:

Heimische Wildpflanzen und Kräuter

Natur-Erlebnis-Pädagogik, Umweltbildung für Erwachsene

Entwicklung und Umsetzung von Projektideen

Unterstützung von Ehrenamtlichen

Naturschutz

 

Bei Fragen, Wünschen, Anregungen, können Sie mich gerne kontaktieren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Saatgut zum Hören, Anschauen, Anfassen und Mitnehmen

Manfred Rapp und Anja Banzhaf mit historischem Saatgut - Bild: Sabine König

 In der Thalia-Buchhandlung erschienen am 10.04.2017 viele Interessierte  zum Vortrag  „Wer die Saat hat, hat das Sagen“ von Anja Banzhaf, der Autorin des gleichnamigen Buches. Die Saatgutspezialistin berichtete eindrucksvoll darüber, wie die Agrarindustrie versucht weltweit die Kontrolle  über die Saat zu übernehmen. Sie erzählte davon, dass trotz allem vielerorts Bäuerinnen und Gärtner dafür kämpfen, über Ihr Saatgut und ihre Art der Landwirtschaft selbst zu bestimmen. Ergänzend referierte unser Landwirtschaftsexperte Walter Appenzeller über die  „Kultursorten im Raum Pforzheim und Enzkreis einst und jetzt“. Fortgesetzt wurde die Veranstaltung von Uwe Riehl und dem Gärtnerei-Leiter  Mathias John mit der Vorstellung des Projektes „Solidarische Landwirtschaft Pforzheim“. Manfred Rapp vom Historisch-Archäologischen Verein Mühlacker rundet das Programm ab. Er erläuterte das erfolgreiche Saatgutprojekt Dürrmenzer Urfelder von der kleinen Gartenschau Mühlacker 2016 und zeigte, wie uralte Getreidesorten unter heutigen Bedingungen gedeihen. Im Anschluss an den gelungenen Abend gab es Saatgut zum Anschauen, Anfassen und Mitnehmen.

 

 



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