„Wölfe vor der Haustür!“

Bild: Martin Häcker

Auf Einladung der StadtBibliothek Heimsheim und der BUND-Ortsgruppe Heckengäu war am vergangen Freitagabend der Wildbiologe Peter Sürth zu Gast in der Zehntscheune. Über 140 ZuhörerInnen folgten interessiert dem eindrucksvollen Bildvortrag.

Auch nach Baden-Württemberg kehren die Wölfe zurück und werden sich mit uns Menschen den Lebensraum teilen. Der Wildbiologe, der 22 Jahre schon über Wölfe und auch über andere Wildtiere wie Luchse und Bären, forscht, informierte über deren Biologie, ihre ökologische Rolle und ihre Verhaltensweisen in Kulturlandschaften. Der erfahrene Wildtiermanager zeigte auf, wie mögliche Konflikte gelöst werden können, und dass ein Miteinander gelingen kann, so wie auch anderswo in Europa.

Peter Sürth zeigte einen Film, den er selbst aufgenommen hat: Eine Wölfin streunt durch die Stadt – tagsüber - die Fußgänger sehen sich nicht einmal um. Es handelt sich um die rumänische Stadt Brasov, das Zentrum eines Wander- und Skigebietes. Rund 250 000 Menschen leben hier, ebenso sowie auch mehrere Wolfsrudel in den umliegenden Wäldern. Es ist Alltag, dass die Raubtiere über die Straßen laufen, um nach Fressbarem zu suchen oder einfach, um Umwege zu vermeiden. Sie sind nie eine Gefahr für die Bevölkerung.

Der Referent hat Wildtiermanagement studiert. Hierbei geht es um die Frage, wie Mensch und Tier nebeneinander friedlich existieren können. Auch einen Wolf hat er an diesem Abend mitgebracht - als Fotoaufsteller in Lebensgröße. Der Rüde ist in Gefangenschaft aufgewachsen und der Biologe ist mit ihm sogar angeleint spazieren gegangen. Der Kern seiner Botschaft ist: Für Menschen sind die Räuber ungefährlich. Angriffe seien möglich, aber so selten, dass sie im Bezug zu den alltäglichen Lebensrisiken nicht ins Gewicht fallen.

Wozu brauchen wir Wölfe? Die Grundsatzfrage „stellt sich nicht, die Wölfe kommen so oder so“, führte Peter Sürth aus. Der Mensch habe kein Recht, gleich welchem Tier ein Leben in der Natur zu verweigern. Diese Meinung teilen drei von vier Deutschen mit ihm. Ohnehin hält der Wolfsexperte die Rückkehr der Tiere nur für eine organisatorische Frage. Die Tierhaltung im Freiland sei ein Problem, das ganze Konzept muss geändert werden. Was vor allem für die Schäfer eine aufwändige Umstellung bedeutet. Weshalb für diese eine fachliche und finanzielle Unterstützung zwingend erforderlich ist.

Wir sollten das Wiederkehren des Wolfes pragmatisch angehen und mit ihm leben lernen - wie es in anderen europäischen Ländern, auch ganz in der Nähe von Deutschland, schon immer normaler Alltag ist. Damit bezieht sich Peter Sürth auf seine jahrzehntelangen Erfahrungen als Wildtiermanager unter anderem in Rumänien.

Dorthin bietet der Biologe auch Exkursionen zu Wölfen, Bären und Luchsen an. Nähere Informationen sind im Internet unter: http://wordpress.derwegderwoelfe.de/ zu finden.

Am Ende des Vortrages stand Peter Sürth den zahlreichen Fragenden noch ausgiebig zur Verfügung. Eine Auswahl von Informationsbroschüren und anderen Medien stehen in der Stadtbibliothek zur Einsicht und Ausleihe bereit.

 

 

Einsatz Lerchenhof der BUND OG Heckengäu

Bild: BUND OG Heckengäu

Am Samstag, den 24. November, pünktlich um 10:00 Uhr traf das 10-köpfige Lerchenhof-Einsatzteam bei feuchten und kaltem Wetter an der Pflegefläche ein.

Durch die emsige Vorarbeit unseres BUND Aktiven Markus Bauer, der die Orchideenwiese Tage zuvor gemäht und für den Einsatz vorbereitet hatte, konnten wir nun bewaffnet mit Heurechen und –gabel die Wiese von Grasschnitt und Laub befreien.

Schnell bildeten sich große Haufen von Schnittgut auf dem Feld- und Forstweg. Zu unserem Glück hat Herr Arnold Hartmann erneut seine Unterstützung bei der Entsorgung angeboten. Durch seine Mitarbeit war es möglich in Windeseile das Mähgut zu beseitigen und zum nächsten Häckselplatz zu transportieren. Wir danken Herrn Hartmann sehr für seine Mithilfe sowie dem Bauhofleiter Herrn Lipps für die Bereitstellung des Frontladers.

 

Nachdem das Schnittgut entsorgt und die Arbeitsgeräte verstaut waren, konnte der gemütliche Teil kommen. Uns allen war die Kälte buchstäblich an der Nasenspitze anzusehen. Alle sehnten sich jetzt nach einem heißen Tee oder Kaffee. Für den fleißigen Einsatz gab es aber nicht nur heiße Getränke sondern auch frische Brötchen und zum Nachtisch sogar noch einen frisch gebackenen Apfelkuchen von Frau Else Reusch. 

Gestärkt und aufgewärmt konnten wir noch einen letzten Blick auf unsere geleistete Arbeit werfen. Nun ist die Orchideenwiese wieder bereit, uns ihre Blüten- und Farbenpracht zu zeigen. Wir freuen uns schon sehr darauf.

 

Bund sieht Gefahren im Digitalen

Bild: Pforzheimer Zeitung 23.11.2018

 

Die Regionalgeschäftsführerin Sabine König des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland fordert die Aufklärung der Bevölkerung was eine Smartcity in der technischen Praxis heißt und welche Gefahren diese Hochfrequenten Techniken für ihre Gesundheit sowie für die Umwelt bedeuten. Oberbürgermeister Boch meint gegenüber der PZ 20.11.2018 „Wichtig sei es, aufzuzeigen welche Vorteile die smarte Stadt für alle Bürger bringe.“  Noch viel wichtiger ist es allerdings, so die Regionalgeschäftsführerin des BUND Nordschwarzwald, die Nachteile und Gefahren deutlich zu machen.

Herr Boch ist in der Verantwortung die Bevölkerung und Umwelt vor hochfrequenten elektromagnetischen Strahlen durch den zunehmenden Einsatz von Sendeanlagen und Endgeräten wirksam bzw. vorsorglich zu schützen. Bei Planung und Bau von Mobilfunk-Sendeanlagen müssen Standorte mit empfindlichen Nutzungen (Orte, die dem Aufenthalt von Personen dienen, insbesondere Kindergärten, Schulen) besonders berücksichtigt werden. Es liegen Nachweise zu biologischen, wissenschaftlich zweifelsfrei schädlichen Effekten vor.

Mehr als 244 Wissenschaftler und Ärzte aus 41 Ländern empfehlen inzwischen einen gesetzlich angeordneten Aufschub beim Ausbau des 5G-Standards, bis Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt durch industrieunabhängige Wissenschaftler erforscht wurden. Selbst das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sieht noch Forschungsbedarf.

Die intensivere Auseinandersetzung des BUND mit der jüngsten Bevölkerungsgruppe im Alter bis zu fünf Jahren hat uns gezeigt (Bund-Broschüre: Mobilfunk im Kinderzimmer), wie weitgehend die Anwendungen vorangeschritten sind und wie unzureichend unsere Gesellschaft mit dem Gesundheitsschutz am Beispiel unserer Kinder umgeht. Es musste festgestellt werden, dass einerseits erhebliche Risiken für die kindliche Entwicklung bestehen und andererseits sowohl der technische als auch rechtliche Schutz völlig unzureichend ist. Dies wurde bereits in der BUND-Position „Für zukunftsfähige Funktechnologien“ (2008) festgestellt.

 

Pflegeinsatz im Naturschutzgebiet Kalkofen in Mönsheim

Bild: BUND Heckengäu

Das Naturschutzgebiet Kalkofen wird durch ein Mosaik aus lichten Wäldern, Wiesen, Feldgehölzen und Hecken, Magerrasen und Lesesteinriegeln charakterisiert und bietet vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum.

Dieses gilt es zu schützen und zu erhalten, deshalb traf sich am Samstag, den 10. November 2018, um 9:30 Uhr das 14-köpfige<s> </s>BUND -Einsatzteam bei trockenem und sonnigem Wetter an der Pflegefläche.

 

Durch die emsige Vorarbeit unseres BUND Heckengäu Mitglieds Markus Bauer, der die Wiese Tage zuvor mit dem Balkenmäher gemäht und für den Einsatz vorbereitet hatte, konnten wir nun mit Heurechen und –gabel die zu pflegenden Flächen von Grasschnitt und Laub befreien.

 

Schnell bildeten sich große Haufen von Schnittgut, die am Rande der Fläche aufgehäuft wurden. Der Bauhof wird diese in den nächsten Tagen zum Häckselplatz transportieren. 

 

Auf der zweiten zu pflegenden Fläche, wurden zwei große Kiefern gefällt, die einem Lesesteinriegel zu viel Licht nahmen. Dies war nötig um die Lebensraumfunktion für wärmeliebende Arten wie z.B. Eidechsen wiederherzustellen. Mit der Hilfe von Markus Bauer und Kai Reusch fielen die stattlichen Bäume und wurden für den Abtransport des Bauhofs in Stücke zersägt.

 

Für den fleißigen Einsatz gab es heiße und kalte Getränke und eine leckere Kartoffelsuppe mit Saitenwürstchen und frischen Brötchen. Zum Nachtisch gab es sogar einen frisch gebackenen Zwetschgenkuchen von Frau Else Reusch. Vielen Dank für dieses wunderbare Mittagessen! 

 

Gestärkt und aufgewärmt konnten wir noch einen letzten Blick auf unsere geleistete Arbeit werfen. Nun sind die Pflegeflächen des Kalkofens wieder bereit, uns ihre Blüten- und Farbenpracht zu zeigen. Wir freuen uns schon sehr darauf.

 

Ein großes Dankeschön geht an alle unsere Helfer und den Bauhof, der sich dazu bereit erklärt hat, uns mit dem Abtransport des Schnittgutes zu helfen.

 

 

Tag der offenen Tür beim BUND RV Nordschwarzwald

Bild:Sabine König

Zum „Tag der offenen Tür“ des Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland am 24. 10. 2018 erschienen in der Geschäftsstelle des BUND-RV Nordschwarzwald in Pforzheim zahlreiche Besucher. Es wurde schnell deutlich, dass besonders das Thema „WLAN, Handymast & Co. und ihre Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen“ viele Menschen bewegt. Das Interesse an der Führung war so groß, dass spontan zu der ursprünglich geplanten noch eine zusätzliche angeboten wurde. Während der Rundgänge wurden elektromagnetische Felder mit Messgeräten akustisch und optisch wahrnehmbar gemacht. Anschließend konnten die Besucher am Beispiel des Modellprojekts im Naturschutzzentrum erleben, welche praktischen Möglichkeiten es gibt, um die Strahlenbelastung im Büro und Zuhause zu reduzieren. Die Besucher waren teilweise fassungslos über die massive Strahlenbelastung in unserer Umgebung. Zudem war das Erstaunen groß, mit welch einfachen Mitteln die Belastung dabei aber auf ein Minimum reduziert werden kann. So können die digitalen Medien genutzt werden, bei gleichzeitig achtsamem Umgang mit der eigenen Gesundheit und der unserer Kinder. Die Geschäftsführerin Sabine König stand den Besuchern zu den vielen Fragen Rede und Antwort. Im Anschluss verwies sie darauf, dass für Interessierte hier in der Geschäftsstelle in der Habermehlstraße Flyer und weiterführende Literatur zur Verfügung stehen.

 

 

Fast hundert ehrenamtliche Stunden für 80 Tonnen Streuobst

Bild: Dieter König

Am 29.09.2018 war es wieder soweit: die alljährlich Apfel-Streuobst-Annahmeaktion im Enzkreis organisiert vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland RV Nordschwarzwald startete um 8:00Uhr. Die Annahme vor Ort in Mühlacker und Mönsheim wurde rein ehrenamtlich von den BUND-Ortsgruppen Mühlacker bzw. Heckengäu mit Unterstützung der Mühle Decker & Mönch sowie des Obst- und Gartenbauvereins vorbereitet und durchgeführt. Sabine König, die Bund Regionalgeschäftsführerin resümiert: „Wir bedanken uns für das unglaubliche Engagement bei den 8 ehrenamtlichen Helfern mit 53,5 Stunden in Mühlacker und 11 Helfern in Mönsheim mit 42 Stunden.“ „Das sind insgesamt fast 100 Stunden. Das müssen Sie sich mal auf der Zunge zergehen lassen.“ äußert sich die Bund Regionalgeschäftsführerin weiter. Zudem gilt ihr besonders großer Dank Herrn Markus Mönch, der zum wiederholten Male kostenfrei das Gelände der Getreidemühle Decker & Mönch und die Autowaage für diese Apfel-Annahme in Mönsheim zur Verfügung gestellt hat.

Die Streuobstwiesen des Enzkreises sind Teil unserer naturnahen Heimat und wertvoller Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Sie sind typisch für das Landschaftsbild unserer Region und beliebter Erholungsraum. Der Enzkreis hat noch große intakte Streuobstbestände. Mühlacker allein hat mehr als 20.000 Streuobstbäume, diese lieferten dies Jahr allein für den BUND mehr als 50 Tonnen Äpfel – doppelt so viele wie im Durchschnitt der letzten Jahre. Die Region rund um Mönsheim besitzt fast 30.000 Streuobstbäume. Angesichts dieser enormen Wertigkeit der Bäume und Wiesen haben wir eine große Verantwortung für deren Erhalt. Der BUND – Bund für Umwelt und Naturschutz – trägt mit seinem Streuobstprojekt mit der jährlichen Apfelannahme zum Erhalt und zur Förderung dieser wunderschönen Gebiete des Enzkreises und deren Artenvielfalt bei.

Sie wollen sich auch für den Erhalt der Streuobstwiesen und der dort lebenden Vögel, Schmetterlinge, Fledermäuse & Co stark machen?! Melden Sie sich bei uns: bund.nordschwarzwald(at)bund.net , Tel. 07231-927192. Wir freuen uns über jede Unterstützung: ob bei der Begehung der Wiesen, kräftige Helfer bei der Streuobstannahme oder Anderem.

 

 

BUND fühlt OB Boch zum Ochsenwäldle auf den Zahn

Bild: Werner Messerschmid

Am 22.09.2018 bei der Begehung des potentiellen Gewerbegebietes Ochsenwälde waren Moni Klinger und Simone Reusch vom BUND dabei. Sie wollten es genau wissen, stellten dem Oberbürgermeiste Peter Boch unbequeme Fragen, zeigten Alternativen auf und wiesen immer wieder auf schwerwiegende Aspekte des Natur- und Umweltschutzes hin.

 

Das „Ochsenwäldle“ ist Staatswald und steht derzeit, wie auch der städtische Wald „Klapfenhardt“, als potentielles neues Gewerbegebiet zur Diskussion. Der BUND hält ein Gewerbegebiet dieser Größe in Zeiten des Klimawandels für völlig verantwortungslos! Im Klapfenhardt müssten 68 Hektar Wald und im Ochsenwäldle 61 Hektar Wald für dieses Projekt gefällt werden. Das ist eine Größenordnung von 95 Fußballfeldern! Im Plangebiet des Ochsenwäldle existieren erwiesenermaßen insgesamt 7 national streng geschützte Fledermausarten, Haselmäuse, Gelbbauchunken, Erdkröten, Grasfrösche, Teichmolche, Zauneidechsen, Ringelnattern und viele mehr. Alles gefährdete Tiere der Roten Liste die stark gefährdete bzw. Arten der Vorwarnlisten sind. Die anvisierte Rodung von 61 Hektar ist für die Fledermäuse gravierend, da dieser Wald für sie die entscheidende Nahrungsquelle darstellt. Der Entomologe Rainer Kontermann hat in diesem Gebiet zudem 189 verschiedene Großschmetterlingsarten nachgewiesen, von denen eine große Zahl ebenfalls auf der Roten Liste bzw. Vorwarnliste stehen. Fällt dieser Wald dem Gewebegebiet zum Opfer gehen viele Tiere und Pflanzenarten unwiederbringlich verloren. Es würde hier eine riesige Fläche bebaut und versiegelt. Damit würde das Hochwasser- bzw. Starkregenrisiko weiter zunehmen. Das Verkehrsaufkommen auf der Autobahn und umliegenden Straßen würde weiter steigen und zu Ausweichrouten durch die schon überlasteten Ortschaften wie Wurmberg, Mönsheim führen und somit den extremen Lärmpegel – verursacht durch den Straßenverkehr – für die Bewohner weiter anheben. Durch die Verkehrszunahme würde zudem der wachsende Druck auf Umfahrungen neue Straßenbaumaßnahmen und noch mehr Versiegelung nach sich ziehen. Die unmittelbare Nähe zum Wildkorridor würde hochproblematische Wildunfälle zur Folge haben und vieles mehr.

 

Der BUND sieht in dem derzeitigen rücksichtslosen Flächenverbrauch eine Kette ohne Ende. Es herrscht längst extremer Arbeits- und Fachkräftemangel. Wer also soll in diesen Gewerbegebieten arbeiten? Die Bürger müssen sich wehren, damit unsere Kinder und Enkelkinder der Zukunft auch noch Natur mit Tieren, Pflanzen, Wäldern und Landschaften erleben können.

 

 

Dann machen wir uns groß

Bild: Familie Faaß

Wer hat Angst vorm grauen Wolf? Niemand! Und wenn er kommt? "Dann machen wir uns groß" hieß die Antwort beim zweiten  Wald und Wiesenerlebnis  zu diesem  Thema  am 15.09.2018. Auf Spielerische Art und Weise erlebten und erlernten die 12 Teilnehmer*innen diese und andere Verhaltensregeln für eine eventuelle, äußert selten vorkommende Wolfsbegegnung.   Die Arbeitsweise von Herdenschutzhunden wurde durch ein abenteuerliches Spiel vermittelt, das mit vertauschten Rollen einige Male zur Freude  der Kinder wiederholt wurde.  Besonders erstaunte die kleinen Naturforscher*innen die Familienstruktur eines Wolfsrudels, das man eigentlich Wolfsfamilie nennen müsste. Bei dieser Veranstaltung führte das Interesse der Jungs und Mädels zu Themen wie: „die Verwandtschaft von Wolf und Hund“  und  Britta und Klaus Faaß mussten einen Abstecher in die Vererbungslehre unternehmen um zu erklären wie aus einem Wolf ein Dackel wird. Die  im Wald versteckten lebensgroßen Pappaufsteller  beeindruckten sehr und sollten auf Wunsch der Kinder bis zum Ende der Veranstaltung im Wald verbleiben, damit die Eltern sie  ebenfalls suchen durften. Zum Abschluss konnten alle einen Wolfsppfotenabdruck herstellen und ein Wölfchen aus einer Astgabel schnitzen.

 

 

Lustiger, bunter und erlebnisreicher BUND Kinderferientag

Bild: OG Heckengäu

Pünktlich um 10:00 Uhr fanden sich am Mittwoch den 5. September 2018 alle Kinder und Betreuer am Marktplatz in Mönsheim ein. Gertrud Eckert-Klittich hatte für alle Kinder und Betreuer*innen ein selbstgebautes Holzschild dabei, auf das jeder seinen Namen schreiben durfte. Nachdem jeder „beschriftet“ war, konnte der BUND Kinderferientag der Ortsgruppe Heckengäu losgehen.

  

Unser 1. Stopp war ein Besuch bei der Familie Baumgärtner. Die Kinder durften hier Hasen streicheln, ein Seidenhuhn auf den Arm nehmen, mit Schildkröten auf Tuchfühlung gehen und sich mit einer Gans-Dame befreunden.  Ulrike Baumgärtner und ihre Kinder gaben Tipps zur Haltung und Pflege und beantworteten Fragen der begeisterten Gäste.

 

Viel zu schnell ging es weiter in Richtung Schloss Obermönsheim, denn die 2. Station führte auf ein kleines Baumgrundstück beim Schloss. Hier überrasche Hans Kulmann die Kinder mit einem Baum-Ratespiel. Mit Wachsmalkreiden und einem Bogen Papier zeigte er, wie man Baumrinde abpaust. Jedes Kind konnte nun die Rinde eines beliebigen Baumes auf ein Blatt Papier bringen und zusätzlich noch ein Blatt des Baumes pflücken. Alle Betreuer mussten raten, um welchen Baum es sich wohl handeln könnte. 

 

Weiter ging es nun in Richtung Golfplatz. Kurz vor der 3. Station lachte uns ein Stapel Baumstämme am Wegesrand an. Der perfekte Platz für eine Vesperpause. Erholt und gestärkt konnte es weitergehen. Helga Schuhmann hatte die Vesperpause genutzt und ein Pflanzenmemory vorbereitet. Zwischen 2 Tüchern hatte sie Blätter, Gras, Früchte und diverse Pflanzenteile versteckt. Sie zeigte den Kindern das Memory für 60 Sekunden. Danach wurde es wieder zugedeckt. Jetzt durften alle auf die Suche gehen. Was haben sie sich vom Memory merken können? – Unsere Kandidaten waren super. Alles wurde gefunden.

 

Der Weg zu Station 4 führte zu einer Streuobstwiese. Helga Schuhmann versammelte alle unter einen Apfelbaum. Hier ging es um die Honigbiene.

Gespannt lauschten alle Helgas Beitrag zum Leben einer Honigbiene - vom Putzdienst als Jungbiene bis zum Nektar sammeln und bestäuben als ausgewachsene Biene. Wir lernten auch, wie die Bienen miteinander kommunizieren. Tanzt die Biene einen Kreis, so sagt sie ihren Kolleginnen, dass es gute Futterpflanzen in der Nähe gibt. Tanzt sie eine Acht, so ist der Standort weiter entfernt. Jetzt waren die Kinder an der Reihe. Eines spielte die Honigbiene und versteckte irgendwo eine Überraschung. Mit Hilfe des Bienentanzes zeigte es den anderen „Bienchen“, wo sie suchen sollten. Am Ende hatte jedes seine Nascherei gefunden.

 

Weiter ging es nun zum letzten Halt: dem Gartengrundstück von Gertrud Eckert-Klittich. Hungrig, durstig und von der Wanderung müde gelangten wir an unser Ziel. Ein wunderschöner Garten mit großer Rasenfläche und bei der Sonne nötigen Schattenplätzen. Markus Bauer hatte bereits den Grill angeheizt und schon bald duftete es nach Brat- und Sojawurst. Ein Buffet mit Obst, Gemüse und Brötchen wurde aufgebaut und alle konnten sich das reichliche Mittagessen schmecken lassen. Nach dem Essen wurde die Rasenfläche zum ausgiebigen Toben und Spielen genutzt. Während dessen wurde ein Tisch zum Basteln vorbereitet. 

 

Hans Kulmann baute alles zum Bilderrahmenbau auf. Stöcke, Bänder und diverse Mitbringsel vom Wegesrand, wie Blätter, Federn, Moos, Zapfen, Blumen und Früchte wurden auf dem Tisch verteilt. Hans zeigte den Kindern, wie man einen einfachen Rahmen aus 4 Stöckern bauen kann. Dann wurde Bast auf den Rahmen gespannt, an welchen sie Blätter, Federn etc. binden konnten. Es sind wahre Kunstwerke entstanden.

Die Kinder erfuhren nebenbei wie man Tieren während der Trockenheit helfen kann, indem man Wasserschalen bzw. Pflanzenuntersetzer mit Wasser füllt und einen Stein in die Mitte legt, damit die Insekten nicht ertrinken. Diese Tränken werden gerne von Vögeln, Insekten aber auch von Igeln oder Eichhörnchen genutzt. Außerdem erhielten sie noch Tütchen mit Wildblumensamen und Informationsbroschüren über naturnahe Gärten. 

 

Ein wirklich spannender, lustiger, informativer und rundum schöner Tag ging zu Ende. Um 16.00 Uhr wurden die Kinder von ihren Eltern abgeholt. Die Kinder und die Betreuer*innen hatten zusammen viel Spaß!

 

 

Die Äpfel sind kleiner als sonst

Bild: Mühlacker Tagblatt 29.08.2018

Mühlacker Tagblatt 29.08.2018 "Nachgefragt" von Ulrike Stahlfeld hier weiterlesen

Wir würden uns noch sehr über Apfel-Annahmehelfer freuen. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter Telefon 07231/927192 oder per E-Mail unter bund.nordschwarzwald(at)bund.net.

 

 

Skudden im Kalkofen

Bild: von der BUND OG Heckengäu

Am vergangenen Samstag dem 18.08.2018 lud die BUND Ortsgruppe Heckengäu zu einer naturkundlichen Wanderung in das Naturschutzgebiet Kalkofen in Mönsheim ein. Trotz der hochsommerlichen Temperaturen kamen die Interessierten zahlreich. Monika Neub und Martin Häcker gaben einen fundierten und sehr anschaulichen Einblick in die heimische Tier- und Pflanzenwelt dieses Naturschutzgebietes. Dieses Naturschutzgebietes pflegt die BUND-Gruppe seit rund 30 Jahren. Inzwischen bekommen die ehrenamtlichen Naturschützer tolle Unterstützung von vierbeinigen Helfern, den Schafen unter anderem den Skudden. Ein reger Austausch über die Natureindrücke fand beim gemeinsamen geselligen Abschluss auf der Terrasse der Turmschenke statt.

Helfende Hände für den nächsten Pflegeeinsatz im Kalkofen am Samstag, 10.11.2018 um 10:00 Uhr werden noch gesucht. Bei Interesse melden Sie bitte bei Simone Reusch 07044/5152 oder Martin Häcker 07033/33970.

 

 

 

Erster alternativer Stadtrundgang im Rahmen der Klimaschutzwoche Pforzheim

Bild: Pforzheimer Kurier 18.07.2018, Seite 20

Im Rahmen der Klimaschutzwoche 2018 der Stadt Pforzheim, veranstalteten Aktive am 16.07.2018 für den BUND Regionalverband Nordschwarzwald den ersten alternativen Stadtrundgang in der Pforzheimer Innenstadt. Der Pforzheimer Kurier berichtete.

 

 

Wofür brauchen wir Insekten bei der Klimaschutzwoche Pforzheim?

Bild: Sabine König

Anlässlich der Auftaktveranstaltung der Klimaschutzwoche Pforzheim am 14. Juli 2018 war auch der BUND-Regionalverband Nordschwarzwald mit einem Infostand mit dabei. Das präsentierte große Thema war der Insektenschwund. Hier konnte man sich mit allen Sinnen mit der Frage „Wo sind unsere Insekten geblieben?“ auseinandersetzen und sich über die Ursachen für die seit 1989 um 75% zurückgegangen Insekten informieren:

Naturbelassene blühende Flächen, Öd- und Unland werden durch den starken Flächenverbrauch (für Gewerbe-/ Wohngebiete, Straßen etc.) rasant reduziert. Denn täglich werden in Deutschland ca. 62 Hektar als neue Wohn-/Gewerbe und Verkehrsflächen ausgewiesen, das entspricht etwa 88 Fußballfeldern. Durch die Flächendeckende erste Mahd der Wiesen und Wegränder verlieren Insekten schlagartig fast alle ihre Nahrungsquellen und ihren Lebensraum. Der Einsatz von Pestiziden wie Glyphosat und Insektiziden, besonders den Neonicotinoiden, sorgen dafür, dass die Fruchtbarkeit abnimmt sowie die Orientierungs- und Gedächtnisleitung der Insekten z.B. bei Bienen um bis zu 50 %. Die Bienen finden nicht zum Stock zurück und vergessen, wo die Futterquellen sind. Auch Elektrosmog/künstliche Elektromagnetische Felder z.B. Mobilfunk überlagern das natürliche Magnetfeld, an dem sich Insekten (wie Bienen, Schmetterlinge, Ameisen, Regenwürmer…) im Raum orientieren, d.h. das Heimfindeverhalten und das (wieder-) finden von Nahrungsquellen ist massiv gestört.  Monokulturen sind ursächlich dafür, dass die Insekten auf diesen Feldern ohne Kräuter, Blühpflanzen, Hecken und Randstreifen kaum Nahrung und Lebensraum finden. Stickstoffüberdüngung , welche zu starkem Rückgang von Blüh-Pflanzenarten/ Futterpflanzen für Insekten führt. Zudem verändern Medikamenten-/ Antibiotika-Gaben bei Nutztieren die Mist-Qualität und be-/verhindern die Verwertung/ Umsetzung durch Insekten. Es gibt heute nur noch 25% des Insekten-Bestandes der im Jahr 1989 erfassten Tiere.

Wofür brauchen wir Insekten?  Insekten sind die wichtigsten Pflanzenbestäuber. Sie sorgen durch das Sammeln von Nektar und Pollen für die Vermehrung/ die Bildung von Früchten somit für den Erhalt der Pflanzenwelt und für unsere Ernährung. Rund ein Drittel unserer Nahrungsmittel, die wir Menschen essen, wachsen/entstehen nur, weil sie von Wildbienen, Schwebfliegen und anderen Insekten bestäubt werden. Insekten sind Nahrungsgrundlage für viele Tiere wie Vögel, Säugetiere, Amphibien oder Eidechsen, Schlangen.  Insekten spielen eine wichtige Rolle beim Abbau/ der Umsetzung organischer Stoffe wie Pflanzenreste (Laub, Totholz, Rasenschnitt), Mist, … Insekten sind extrem wichtige Nützlinge der Forst-/ Landwirtschaft vor allem im BioAnbau, weil durch sie die Ausbreitung schädlicher Insekten eingedämmt wird.  

 Was können wir den Insekten Gutes tun? Öd/Unland als sichere Futterquelle erhalten, Wiesen zeitversetzt und zum Teil später mähen damit sie blühen und sich versamen. Gartenbesitzer können insektentaugliche Blühstreifen und Hecken mit heimischen Pflanzen anlegen sowie Wiesen bzw. Rasen seltener mähen und blühen lassen. Die "Durchwachsene Siphie": bienenfreundliche Alternative zum Mais für Biogasanlagen blüht 3 Monate und bringt zwar weniger Ertrag, kann aber 10 Jahre ohne weitere Bodenbearbeitung geerntet werden. Sie wird nicht vom Wildschwein verbissen. Das gleicht den geringeren Ertrag aus. Streuobstwiesen fördern, Bioprodukte kaufen, Pestizid-Anwendungen reduzieren bzw. vermeiden sowie alternative Pflanzenschutzmaßnahmen erforschen/ nutzen. Vorwiegend kabelgebundenes Internet und Telefon nutzen, also Handys nur im Notfall, zwecks Minimierung der Funk-Strahlung des Mobilfunkes. Den Ökologischen Landbaus ausbauen und Totholz in Wald und Garten belassen.

Mit allen Sinnen konnte man sich hier der Thematik nähern! Mit dem akustischen Messgerät konnte der Mobilfunk hörbargemacht werden und ein duftender von Insekten gut besuchter Wildblumenstrauß zeigte insektenfreundliche heimische Pflanzen.

 

BUND-Vorstand der OG Heckgäu boxt im Gemeinderat die pestizidfreie Kommune Heimsheim durch

Bild: Sabine König

Aus der Notwendigkeit heraus, dass für die Entstehung vieler Lebensmittel Insekten – besonders Wildbienen – (für die Bestäubung) zwingend notwendig sind, hat der Gemeinderat nun am 13.07. 2018 einstimmig – auf den Antrag der Bürger mit Unterstützung der SPD-Fraktion hin – beschlossen, das Heimsheim zur pestizidfreien Gemeinde wird. Dies gilt für alle Flächen, die Eigentum der Kommune sind, also innerstädtische Grünflächen und landwirtschaftliche Flächen. Die Stadt Heimsheim hat sich damit verpflichtet von nun an auf allen kommunalen und unverpachteten Flächen auf chemisch-synthetische Pestizide zu verzichten auch wenn private Dienstleistungsunternehmen die öffentlichen Flächen betreuen. Darüber hinaus gibt es die Auflagen bienen- und insektenfreundliche Blühflächen anzulegen und Projekte ins Leben zu rufen sowie die Bürger hinsichtlich der Bedeutung von Biodiversität aufzuklären.

Pestizide wurden bisher verwendet, damit Wege, Sport- und Spielplätzen, Grünanlagen und Straßenränder Unkrautfrei bleiben bzw. um unerwünschte Insekten loszuwerden. Pestizide sind sowohl beim Menschen – mit dem Verdacht, Krebs zu erregen – umstritten als auch für Tier- und Pflanzenarten besonders für Insekten wie Bienen und Schmetterlinge tödlich.

Der BUND Vorstand der Ortsgruppe Heckengäu Martin Häcker weist darauf hin, dass in Deutschland pro Jahr 40 000 Tonnen Pestizide eingesetzt werden. Allein in Heimsheim hat der Bestand der Feldlerche um 60 Prozent abgenommen. Wiesen wurden zum Teil in der Hauptblüte gemäht und Blühstreifen an Äckern kommen nur noch selten vor. Die Antragsteller wiesen darauf hin, dass es inzwischen in ganz Deutschland 160 glyphosat- und pestizidfreie Gemeinden gibt, darunter Pforzheim, Karlsruhe und Stuttgart. Die Presse berichtete.

 

Mobil ohne Auto & Mobile Daten in gesunder Wohn- und Arbeitsumgebung

Bild: Sabine König

Beim diesjährigen autofreien Sonntag im Würmtal am 17. Juni 2018 war von 10.00 bis 18.00 Uhr wieder die Strecke – wie in den letzten Jahren auch – vom Kupferhammer in Pforzheim bis nach Mühlhausen für den motorisierten Verkehr gesperrt. Im Abschnitt vom Kupferhammer bis Würm gab es vermehrt Stationen mit Aktionen. Themen des Aktionstages waren u.a. autofreie Fortbewegung, Sport, Bewegung, Umweltschutz, Naherholung und Familie.

Auch der Bund Regionalverband Nordschwarzwald war hier – vertreten durch die Ortsgruppe Biet – selbstverständlich mit seinem Aktionsstand dabei. Denn er hat vor Jahren diese Veranstaltung initiiert.

Schwerpunktthema diesmal war die Nutzung von mobilen Daten in einer gesunden Wohn- und Arbeitsumgebung. Hier konnten sich die vorbeiradelnden Bürger rund um das Thema Elektrosmog mit Mobilfunk, WLAN, Schnurlostelefon & Co und deren Auswirkungen auf Mensch und Natur informieren. An einem extra dafür mitgebrachten Schnurlostelefon konnte mit Hilfe eines akustisch optischen Messgerätes die von dem Telefon ausgehende hochfrequente Strahlung für Interessierte hörbar und sichtbar gemacht werden. Die Standbesucher erfuhren, wie sie ihre Gesundheit optimal schützen und dennoch mobile Daten empfangen und versenden können. Als Highlight konnten die Kinder hier selbst ein Vogelhaus bauen und mit nach Hause nehmen. Wunderschönes Wetter lockte viele Leute aufs Fahrrad zu einer Fahrt durchs Würmtal und rundet den Tag ab.

 

Honigbiene im Stress

Bild: Marianna Michel

Im Rahmen der Nachhaltigkeitstage Baden Württemberg vom 07. bis 10.06.2018 haben der BUND und der Weltladen FDS zu diesem brisanten Thema in die Friedenskirche eingeladen. Der Imkermeister Richard Graf aus Dornhan referierte dort spannend und aktuell über die bedrohte Insektenwelt am Beispiel der Honigbiene.

Laut einer aktuellen Studie ist die Biomasse der Insekten seit 1989 um 75% zurückgegangen. Das bedeutet, es gibt nur noch 25% der Populationen. Verschiedene Faktoren stressen die Insektenwelt. Der Wirkzusammenhang ist bei der Honigbiene am besten erforscht. Die immer schneller und gleichzeitig erblühende Blütenpracht im Frühjahr (Klimaveränderung) bringt die Bienen in Not. Sie überarbeiten sich.

Herr Graf berichtet, dass er im Frühjahr und nicht im Winter die Hälfte seiner Völker verloren hat. Im späteren Frühjahr hingegen, wenn die Wiesen das erste mal abgemäht werden, wenn sie auf Bierflaschenhöhe sind und die Wegränder gesäubert werden, beginnt die magere Zeit für die Insekten. Naturbelassene Flächen, Öd- und Unland werden weiter zunehmend durch den intensiven Flächenverbrauch reduziert und fallen immer mehr als beständige Nahrungsquelle weg.

Ein besonders großer Stressfaktor sind das Pestizid Glyphosat und die Insektizide aus der Gruppe der Neonicotinoide. Diese Stoffe sind Gehirnkiller. Der Zoologe und Neurobiolog Rudolf Menzel von der Freien Uni Berlin untersucht die Wirkzusammenhänge. So ist nachzuweisen, dass die Orientierungs- und Gedächtnisleitung der Bienen um bis zu 50 % nachlassen. Die Bienen finden nicht mehr zum Stock zurück bzw. vergessen, wo die Futterquellen sind.

Einige wirkungsvolle Verbesserungen wären leicht umzusetzen.Der Erhalt von Unland als eine verlässliche Futterquelle ist wichtig. Wiesen sollten wenigstens zum Teil später gemäht werden und blühen sowie aussamen dürfen. Jeder Gartenbesitzer kann  Blühstreifen statt Rasen anlegen.

Auch zum Maisanbau gäbe es eine bienenfreundliche Alternative. Die Jägervereinigung FDS wirbt für den Anbau der "Durchwachsene Siphie". Sie bringt zwar weniger Ertrag kann aber 10 Jahre ohne weiter Bodenbearbeitung geerntet werden. Sie wird nicht vom -Schwarzwild verbissen. Das gleicht den geringeren Ertrag in den Biogasanlagen aus. Sie blüht 3 Monate und ist damit sehr bienenfreundlich.

Ein Um- und -Weiterdenken lohnt sich, um der Insektenwelt das Überleben zu erleichtern.

 

 

„Die Jäger der Nacht“. BUND Heckengäu: Inga Junge, Markus Bauer & Simone Reusch besuchen die Fledermauswochen- stube der Mönsheimer Kirche und nehmen Zählungen vor.

Bild: Helmut Leßmann

Das Gewinnerfoto aus dem Wettbewerb Wildes Baden-Württemberg des BUND Baden-Württemberg zeigt eine Makroaufnahme eines Maikäfers. „So nah und detailliert bekommt man so einen Brummer sonst nicht zu Gesicht. Der Maikäfer scheint darüber überrascht, dass sich der Waldmeister unter seinem Gewicht biegt. Ein wirklich schöner Moment, der von Herrn Leßmann eingefangen wurde“, begründet Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesgeschäftsführerin des BUND in Baden-Württemberg und Mitglied der Jury, die Entscheidung. Helmut Leßmann aus Horb hat das Foto bei einem Spaziergang im Naturschutzgebiet Oberes Gäu bei Horb geschossen. Er geht oft in diese Gegend um Fotos von Libellen, Schmetterlingen oder anderen Insekten zu schießen. „Die Natur und Naturaufnahmen machen mir sehr viel Spaß“, so der Gewinner. „Die Kamera ist bei meinen Ausflügen durch die schöne Landschaft immer dabei. Einen Maikäfer anzutreffen, hatte mich dennoch überrascht.“ Den zweiten Platz holt Nora Kappes, die einen Hummelschwärmer im Anflug auf einen Rotklee im Markgräferland eingefangen hat. Der dritte Platz geht an Christoph Böhme. Sein Foto zeigt die Fütterung eines Haubentaucherkükens im Naturschutzgebiet Taubergießen bei Rust. Insgesamt wurden 915 Naturfotos eingereicht.

Der BUND Baden-Württemberg hat den Fotowettbewerb Wildes Baden-Württemberg anläßlich des Internationalen Tages zur Erhaltung der Artenvielfalt (22.5.2018) ins Leben gerufen, um für die Bedeutung der Artenvielfalt zu sensibilisieren. Jedes Jahr verschwinden viele Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich. Schaut man sich die Inventur der bedrohten Arten an, wird klar, die Situation ist alarmierend: Jede dritte der Tier- und Pflanzenarten in Baden-Württemberg ist gefährdet. Am stärksten betroffen sind Tagfalter. 80 Prozent der Tagfalterarten sind bedroht, viele davon wie der Schwarze Apollo gar vom Aussterben. Bei den Säugetierarten sind es 70 Prozent der Arten, die gefährdet sind.

Aus den über neunhundert eingereichten Fotos hat eine fünfköpfige Jury bestehend aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern des BUND und der BUNDjugend in Baden-Württemberg die vier Gewinner*innen sowie den Sonderpreis ausgewählt. Jedes einzelne Bild zeigt einen besonderen Aspekt von Wildnis. Alle zusammen ergeben einen wundervollen Eindruck von Baden-Württemberg mit seiner Wildnis, Artenvielfalt und seinen Naturschönheiten. Die eingereichten Bilder führen vor Augen, was wir unbedingt für die kommenden Generationen schützen müssen.“

Der Erstplatzierte gewinnt einen 200-Euro-Gutschein für das Hofgut Hopfenburg (bei Münsingen, Schwäbische Alb). Die Zweitplatzierte erhält einen 50-Euro-Gutschein für den BUNDladen sowie zwei Fotobände. Der Drittplatzierte gewinnt ein Abonnement des Magazins Makrofoto mit drei Ausgaben sowie das Buch „Unsere Wilde Heimat. Vom Bodensee bis in die Vogesen“ des Knesebeck Verlags sowie eine Plüschtier-Wildkatze vom BUND-Projekt Rettungsnetz Wildkatze. Der Viertplatzierte das Buch „Urbane Natur Fotografie“ des mfp-Verlags sowie ein Papertrophy Eichhörnchen.

 

 

 

„Abenteuer Wildbienen“: Der BUND ruft zur Rettung von Wildbienen auf

Bild: Miklas Hahn

Pforzheim. Der BUND Regionalverband Nordschwarzwald ruft anlässlich des Weltbienentag am 20.05.2018 Gartenbesitzer und Naturfreund*innene im Rahmen der diesjährigen Aktion „Abenteuer Wildbienen“ auf, Wildbienen – wie Hummeln – zu beobachten und sich für ihren Schutz einzusetzen. „Die Aktion soll ein klares Zeichen gegen das Insektensterben setzen. Wildbienen sind, wie Schmetterlinge und andere Insekten auch, durch die Zerstörung wichtiger Lebensräume und den immens hohen Pestizideinsatz bedroht. Etwa die Hälfte der in Deutschland lebenden Wildbienen steht auf der Roten Liste, rund 30 Arten sind vom Aussterben bedroht. Wir wollen deshalb möglichst viele Menschen für Wildbienen sensibilisieren und zu ihrem Schutz aufrufen“, sagt Sabine König, Geschäftsführerin des BUND Regionalverbandes Nordschwarzwald.

Hummeln sind wahrscheinlich nicht nur die bekanntesten, sondern auch die sozialsten Wildbienen, weil sie wie die Honigbienen einen Staat bilden. Wenn die Sonnenstrahlen den gefrorenen Boden erwärmen, gehören die Hummeln zu den ersten Frühlingsboten. Die Hummelköniginnen, die im Vorjahr begattet wurden, gründen nun einen neuen Hummelstaat. „Jeder Gartenliebhaber und jede Balkonpflanzenfreundin kann jetzt einen kleinen Beitrag zum Überleben der Hummeln und anderer Wildbienen leisten“, so Frau König. In jedem Garten sei Platz für einen Reisighaufen, für Vogelnistkästen oder für einen Holzhaufen für Wildbienen.

Neben der Hummel gibt es in Deutschland über 560 vorkommende Wildbienenarten, denen die Vorliebe für Blüten gemein ist. Für ihr Überleben ist es wichtig, dass sie die zur Nahrungsversorgung wichtigen „Trachtpflanzen“ finden. „Zur Unterstützung der Wildbienen können Wildbienenliebhaber heimische Blühpflanzen, die vom Frühjahr bis zum Herbst für ein durchgängiges Nahrungsangebot sorgen, pflanzen“, empfiehlt die BUND Geschäftsführerin.

„Private Nistmöglichkeiten und lokale Nahrungsangebote sind unzureichend um das Insektensterben stoppen. Noch viel wichtiger ist es die Ausbreitung der Betonwüsten in Städten und Dörfern sowie der Agrarwüsten in der Landwirtschaft einzudämmen.“, fordert Sabine König.

Mehr Informationen

·       www.bund.net/wildbienen

·       Wildbienen-Interessierte finden Bestimmungshilfen hier

·       Pflanztipps hier

 

BUND Kindergruppe Maulbronn: Dritter Naturtagebuchtermin 2018

Bild: Steffen Mauch

Am Samstag 24.03.2018 traf sich zum ersten Mal dies Jahr die neue Forschergruppe für das diesjährige Naturtagebuch unter dem Motto „Unbedingt schützenswert“. Unser Ziel war der Hohenackersee, wo sich alle erst einmal gegenseitig vorstellten, waren doch viele neue Gesichter dabei. Recht schnell konnten die Forscherinnen und Forscher feststellen, dass die Amphibien nicht untätig waren. Viel Froschlaich gab es zu sehen. Leider haben sich viele der Frösche nicht den besten Ort zum Laichen ausgesucht und legten ihre Nachkommen in sehr seichte, überflutete Bereiche, die schnell austrocknen werden. Wer sich beim Beobachten gut konzentrierte, konnte im Wasser schon zahlreiche Insekten erkennen, die teils nur wenige Millimeter groß sind. Schnell wurden die Becherlupen gezückt, um die Tiere genauer betrachten zu können. Viele der Tiere konnten dann auch bald als Zeichnung in einem Steckbrief festgehalten werden.

Bei ihrem zweiten Termin am 21.04.2018 begleitete die Naturtagebuch-Forscher wunderbares Wetter an den Hohenackersee. Wir wollten prüfen, was sich bei den Amphibien getan hat. Beim Ersten Termin fanden wir viel Frosch-Laich. Bereits auf dem Weg zum Hohenackersee konnten wir einen Laubfrosch entdecken. Zu dieser Entdeckung kamen auch ein Spring- und ein Grasfrosch hinzu. Die Teichfrösche waren an diesem Tag sehr agil und nur kurz zu sehen, bevor sie ins Wasser sprangen. Bei einem Spiel versuchten wir es dem Springfrosch gleich zu tun. Aber bei aller Anstrengung schaffte es doch keine(r) einen Sprung von der 7fachen Körperlänge auszuführen.

Am 12.05.2018 traf sich die BUND Kindergruppe Maulbronn bereits zum dritten Mal in diesem Jahr, um erneut der Frage nachzugehen, was ist „unbedingt schützenswert“ (unser diesjähriges Thema)? Unterhalb des Hamberg besuchten wir eine Wiese und entdeckten dort verschiedene Insekten, aber vor allem viele Wildblumen und Gräser. Sauerampfer, Hahnenfuß und Wiesen-Salbei waren nur einige der Fundstücke. Wir lernten, dass es bei der Bestimmung von Pflanzen wichtig ist, die gesamte Pflanze zu sammeln. Denn es gibt immer wieder Pflanzen, bei denen beispielsweise die Blüten sehr ähnlich sind, aber nur die Blätter oder die Stengel eine Unterscheidung erlauben. Dies konnten wir gut an Wiesen-Knautie und Wald-Knautie nachvollziehen.

 

Erste Pflanzentauschbörse – ein voller Erfolg!

Bild: Steffen Mauch

Am 05.05.2018 startete der BUND Ortsverband Maulbronn in Kooperation mit dem Naturgarten e.V. erstmal eine Pflanzentauschbörse in dieser Gegend. Sowohl die OrganisatorInnen des Naturgarten e. V. als auch der BUND Ortsverband Maulbronn waren vergangenen Samstag gegen 12:00 Uhr noch sehr gespannt, wie die erste Pflanzentauschbörse in Maulbronn ankommen würde. Erleichterung stellte sich ein, als kurz vor dem offiziellen Beginn bereits einige Besucher und Besucherinnen kamen. Stetig kamen neue Pflanzeninteressierte bei hervorragendem Wetter vorbei, um Pflanzen zu tauschen, oder sich zu Themen rund um naturnahe Gärten zu informieren. Schön zu sehen war, dass sich Gespräche sowohl zwischen den Besuchern und den Veranstaltern entwickelten, als auch zwischen den Besuchern selbst. Es kamen Maulbronner und auch viele Besucher aus der näheren oder weiteren Nachbarschaft, wie z. B. Bietigheim. Ob es am tollem Wetter, den interessanten Gesprächen, der Verpflegung oder einfach an allem zusammen lag, dass die Eine oder der Andere länger blieb als geplant, bleibt offen. Auf jeden Fall haben wir viele Anregungen und Ideen für ein „nächstes Mal“ gesammelt.

 

Alternative Stadtrundgänge in Pforzheim - Einführungsseminar

Bild: Magdalena Langer

Alternative Orte in Pforzheim? Orte des nachhaltigen Konsums, Orte des Nicht-Konsums? Eine überraschend lange Liste haben die Teilnehmenden beim "Einführungsseminar für alternative Stadtrundgänge" – veranstaltet vom den BUND Regionalverband Nordschwarzwald –  zusammengetragen.

Von zwei Multiplikatorinnen aus dem WELTbewusst-Netzwerk wurden sie am Wochenende 20.-22. April 2018 darin geschult, im Rahmen von einem Stadtrundgang, Pforzheim von einer anderen Seite zu zeigen. Anhand von verschiedenen Stationen werden in diesen Stadtrundgängen soziale und ökologische Auswirkungen unseres Konsums thematisiert und konkrete Alternativen und Handlungsmöglichkeiten vor Ort aufgezeigt. Die Seminarteilnehmenden lernten bestehende Stationen des deutschlandweiten Netzwerks an Stadtrundgangs-Gruppen kennen und entwickelten auch selbst didaktisch aufbereitete Stationen, die speziell in Pforzheim relevant sind. Themen waren der Fahrradverkehr, die Nutzung von leerstehenden Räumen sowie das Repair-Café. Weitere Stationen sind in Planung. In Zukunft sollen solche Stadtrundgänge in Pforzheim angeboten werden, zunächst im Rahmen der Klimaschutzwoche, am 16. und 21. Juli. Anmeldung über die Seite der Stadt Pforzheim.

Das nächste Treffen der Stadtrundgangsgruppe ist am 16. Mai um 19 Uhr im "LAF - Leerstand als Freiraum" in der Östl. Karl-Friedrich Str. 7. Es werden die erarbeiteten Stationen vorgestellt. Interessierte sind herzlich willkommen.

 

 

Mitgliederversammlung des BUND Regionalverbandes Norschwarzwald im Wald von Neuweiler

Bild: Dieter König

Die diesjährige Mitgliederversammlung des BUND Regionalverband Nordschwarzwald am 20.04.2018 startete im Wald in Neuweiler im Landkreis Calw. Angereist war man hierher in Fahrgemeinschaften. Es wurden die 3 ha Wald der BUND Kreisgruppe Calw besichtigt. Das Gelände befindet sich seit mehr als 30 Jahren in deren Besitz. Die Fläche ist zeitweise staunass, deshalb findet man hier jede Menge Torfmoos. Derzeit ist die BUND Kreisgruppe dabei den Wald umzubauen. Man reduziert die nicht heimischen Fichtenbestände -belässt sie als stehendes und liegendes Totholz jedoch auf der Fläche- zugunsten von Tanne und Kiefer. Bevorzugt werden Bäume stehengelassen, die sich als Brutbäume für den Schwarzstorch eignen.

Nach der Waldbesichtigung ging es im Gasthof „Zum Ochsen“ in Zwerenberg weiter mit der formalen Sitzung der Mitgliedersammlung. Begonnen wurde mit dem Bericht der Regionalgeschäftsführerin Sabine König. Die Geschäftsführerin referierte über das Alltagsgeschäft und ihre Tätigkeiten in 2017/2018:

1.     Geschäftsstelle wieder arbeitsfähig machen

2.     Umgestaltung, Aufräum- und Sortierarbeiten der Büroräume

3.     Organisatorisches (Verbandsformalitäten, Personalangelegenheiten, Kommunikation)

4.     Organisation von Veranstaltungen

5.     Unterstützung von/ Zusammenarbeit mit Ortsgruppen (OG) und Ehrenamtlichen (EA)

6.     Besprechungen/ Treffen/ Termine/ Weiterbildungen

7.     Öffentlichkeitsarbeit (Stellungnahmen, Scopingtermine, Presseartikel, Internetauftritt, Infomaterial)

8.     Bearbeitung von Außenanfragen

Im zweiten Teil berichtete Sabine König über die Erfolge in 2017/2018:  Highlights waren diverse Vorträge und Führungen sowie die Kinderangebote der Familie Faaß. Besonders erwähnenswert ist das Modellprojekt „Elektromagnetische Strahlung & Elektrosmog. Natürliche & künstliche Strahlung und ihre Wirkung auf Pflanzen, Tiere & Mensch.“ mit seinem Umweltbildungs-, Informations- & Beratungsangebot.

Anschließend folgten die Berichte des Vorstandes und des Schatzmeisters sowie die Entlastung des Vorstandes durch die anwesenden Mitglieder. Der letzte Block der Veranstaltung galt den Neu- und Wiederwahlen von Vorstand, Schatzmeister, Kassenprüfer und Landesdelegierten. Abschließend ging man zum gemütlichen Teil über, mit Speisen und persönlichem Austausch.

 

 

 

Amphibienzäune abgebaut

Bild: Steffen Mauch

In knapp zwei Stunden konnten die Helfer der OG Maulbronn am vergangenen Samstag den 14.04.2018 die Amphibienzäune entlang der Stuttgarter und der Heilbronner Straße abbauen. Nachdem in den Tagen davor bereits der Rückreiseverkehr der Amphibien begonnen hatte und auch schon die Laubfrösche unterwegs sind, musste der Weg wieder freigemacht werden. Wir danken allen Helfern und Sammlern für ihre Unterstützung und möchten darum bitten, die Sammelbögen bis Samstag 28.04.2018 an Peter Wilhelm oder per E-Mail an vorstand@bund-maulbronn.de zu übermitteln.

 

 

Wer hat Angst vorm grauen Wolf? Niemand! Und wenn er kommt?

Bild: Fam. Faaß

„ Dann machen wir uns groß!“ Das erfuhren die Kinder dieser Veranstaltung am 14.04.2018 bei dem Wald und Wiesenerlebnis mit Britta und Klaus Faaß. Auf Spielerische Art und Weise erlebten und erlernten die Teilnehmer*innen diese und andere Verhaltensregeln für eine eventuelle, äußert selten vorkommende Wolfsbegegnung.  Ebenso wurde ihnen die Arbeitsweise von Herdenschutzhunden vermittelt. Besonders erstaunte die kleinen Naturforscher*innen die Familienstruktur eines Wolfsrudels, das man eigentlich Wolfsfamilie nennen müsste. Überrascht waren die Kinder auch von den vielen Dingen die ein Jungwolf lernen muss,  um zu überleben. Die lebensgroßen Pappaufsteller die es im Wald zu entdecken gab, beeindruckten sehr. Zum Abschluss schnitzten alle hochkonzentriert ein Wölfchen aus einer Astgabel, welches jedes Kind mit nach Hause nehmen konnte, um sich immer wieder an den schönen erlebnisreichen Tag und das Gelernte zurückerinnern zu können.

 

Fleckenputzete und „Mönsheim blüht“ ein toller Erfolg!

Bild: BUND Ortsgruppe Heckengäu

Bei strahlend blauem Himmel starteten am Samstag den 14.04.2018 um 09:00 Uhr die rund 50 fleißigen Helfer und Helferinnen, der Mönsheimer Jugendfeuerwehr mit ihren Ausbildern, der Naturkindergarten Waschbären Mönsheim und andere sowie die BUND Ortsgruppe Heckengäu zur Mönsheimer Fleckaputzete.  Ausgestattet mit Müllsäcken und Greifzangen – vom Bauhof zur Verfügung gestellt – ging es dann in kleinen Gruppen los. Für die Kinder wurden extra Warnwesten vom Abfallwirtschaftamt Enzkreis über die JVA Heimsheim angefertigt und kostenlos zur Verfügung gestellt.

Der vorgefundene Müll gefährdet Hunde, Katzen und Wildtiere. Offene Getränkedosen verleiten hungrige Füchse, Igel und Mäuse dazu, ihre Schnauzen hineinzustecken. Wildtiere können sich dann oft nicht selbst befreien und verletzen sich oder ersticken daran.  Glasscherben führen oft zu schweren Verletzungen bei den Tieren. Ein ständig zunehmendes Problem stellen die vielen Coffee-to-go-Becher dar, die nur schwer recycelbar sind, da die Kunststoffbeschichtung auf der Innenseite kaum vom Papier gelöst werden kann. Hier könnte eine Umstellung auf Mehrwegkaffeebecher Abhilfe schaffen. Zigarettenschachteln, Kippen, Aludosen, Glasflaschen, Haushaltsmüll und Plastikmüll wurde überall angetroffen, aber auch entsorgte Feuerlöscher, gefüllte Marmeladegläser, Farbeimer, Öldosen, Drahtgeflecht, Autoreifen, ein Schubkarren sowie Bauschutt. Der bereitgestellte Container war auch in diesem Jahr durch den gesammelten Müll (leider) wieder randvoll.

 

Gleichzeitig wurden von Mitgliedern des OGV Mönsheim und dem BUND Heckengäu die Blumenmischungen der Aktion „Mönsheim blüht“ kostenlos an die sehr interessierten Bürgerinnen und Bürger verteilt. Je mehr Bürger in ihren Gärten die Blühmischungen aussäen, desto bunter wird Mönsheim, gleichzeitig wird eine wichtige Nahrungsgrundlage für heimische Bienen und Wildbienen geschaffen. Diejenigen die keine Zeit zum Vorbeischauen hatten, können solange der Vorrat reicht noch kostenlose Blühmischungen im Rathaus, Bürgerbüro, erhalten.

Nach über 3 Stunden Arbeit in teilweise unwegsamen Gelände wurde die Putzete bei einem gemütlichen Beisammensein und einem von der Gemeinde gesponserten Vesper sowie Kaffee und Kuchen beendet.

 

 

Jahreshauptversammlung BUND Kreisgruppe Freudenstadt

Bild: Martin Häcker

Die Kreisgruppe Freudenstadt des BUND traf sich am 12. April 2018 zur Mitgliederversammlung im Gasthof Bad. Da Neuwahlen anstanden, konnte Martin Franz zahlreiche Mitglieder begrüßen. Er berichtete über ein schwieriges Jahr 2017, beginnend mit den Naturschutztagen in Radolfzell. Die Amphibienaktion war klimatisch bedingt sehr schwierig, mangelnde Niederschläge und der späte Frost, beeinträchtigten das Laichverhalten sehr stark, wie er beobachten konnte ist die Zahl der Amphibien in den von ihm betreuten Gebieten stark rückläufig. Als Träger öffentlicher Belange konnte die BUND Gruppe Stellungnahmen zu geplanten Bauvorhaben abgeben, auch über diese Aufgaben berichtete Martin Franz. Den Kassenbericht mit einem positiven Ergebnis stellte Petra Reutlinger vor, der Kassenprüfer Henning Peters bescheinigte ihr eine vorbildliche Kassenführung deshalb konnte Friedhelm Christoffel die Entlastung beantragen, die einstimmig erfolgte. Martin Franz gab den Vorstandsposten auf, mit einem kleinen Geschenk und einer Würdigung seiner jahrelangen, erfolgreichen, und engagierten Tätigkeit wurde er verabschiedet. Die Versammlung war sich einig, dass sein Ausscheiden einen großen Verlust für die Kreisgruppe bedeutet. Bei den erforderlichen Neuwahlen kandidierten Michaela Matt, Ilse Süßer und Karl-Ernst Rothfuß für den Vorstand, Petra Reutlinger für den Posten des Kassiers und als Kassenprüfer Henning Peters, alle Kandidaten wurden einstimmig gewählt.

Im Jahr 2018 sind nur wenige Aktivitäten geplant, der Nationalpark Schwarzwald bietet viele Veranstaltungen für Jugendliche an, deshalb wird 2018 auf ein Kinderprogramm verzichtet.  Bei einem Sommerfest will sich der Gemeinschaftsgarten Dornstetten vorstellen, ein Projekt bei dem   auch BUND Mitglieder mitarbeiten und das vom BUND Regionalverband unterstützt wird, von den Anwesenden wurde bedauert, dass so ein Projekt in Freudenstadt nicht umgesetzt werden konnte. Ein Repairecafé für Freudenstadt, war der Vorschlag von Walter Trefz, ein Projekt das den Zielen des BUND entspricht, nämlich Nachhaltigkeit, Schonung der Ressourcen und gemeinsames Arbeiten.  Die Anwesenden waren sich einig die Initiative zu ergreifen und den Vorschlag zu unterstützen, H.-P. Meier will versuchen die Kontakte zu Interessierten herzustellen. Abschließend wurden die vielen Aufgaben diskutiert, die die Kreisgruppe zu bewältigen hat.  Die Werbung von Aktiven soll intensiviert werden, unter dem Motto: Jede*r ist willkommen, der etwas Gutes für Natur und Umwelt tun will.

 

Ausstellungseröffnung „Faszination Garten“ im Landratsamt des Enzkreis

Bild: Sabine König

Am 09.04.2018 wurde in der Eingangshalle des Landratsamtes Enzkreis in der Zähringerallee in Pforzheim die Ausstellung „Faszination Garten“ eröffnet. Die Veranstaltung startete mit der Begrüßungsrede des ersten Landesbeamten Wolfgang Herz. Herr Herz unterstreicht hier mit faszinierenden Zitaten aus hochkarätiger historischer Literatur – wie z.B. „In der Natur fühlen wir uns wohl, weil sie kein Urteil über uns hat.“ von Friedrich Wilhelm Nietzsche – wie wichtig und wertvoll die Natur für uns Menschen ist und wie notwendig es daher ist, dass wir sie schützen. Der Landesbeamte stellt dar, was im Enzkreis Positives in Sachen Naturschutz in letzter Zeit auf den Weg gebracht wurde, wie aktuell die Biomusterregion Enzkreis. Im Anschluss daran folgten einführende Worte von Martin Häcker dem Vorstand der BUND Ortsgruppe Heckengäu, der als Naturschützer und Fotograf vor Ort die Ausstellung mit seinen Fotos bereichert.

Danach gilt die Ausstellung als eröffnet und die 15 Schautafeln mit dem Thema „Faszination Garten“ werden von den an die 100 gekommenen Gästen besichtigt. Die Präsentation informiert über die überschwängliche Blütenpracht und Artenvielfalt in heimischen Gärten – Oasen der Ruhe und Schönheit für die Menschen und ebenso ein Paradies für die bedrohte Natur sowie Landeplatz vieler Zugvögel. Beim Stehempfang mit Köstlichkeiten vom regionalen Buffet wird abschließend über das Gesehene und die Zukunft der Farbenpracht diskutiert und sich ausgetauscht.

 

An die Kröten, fertig, los!

Mitgliederversammlung BUND Ortsgruppe Maulbronn

Bild: Messerschmid

Vergangenen Freitag, den 16.03.2018, fand die diesjährige Mitgliederversammlung der BUND Ortsgruppe Maulbronn in der Postscheuer statt. Der Vorstand berichtete nach der Begrüßung über die stattgefundenen Aktionen vom Januar 2018 bis zum vergangenen Freitag. Besonders zu erwähnen waren dabei:

  • Wildkatzen-Lockstock-Aktion mit erfolgreichem Nachweis in drei Quadranten
  • Streuobst-Schnittaktion auf der BUND-Wiese
  • Sanierung des Daches der Hütte auf der BUND-Wiese
  • Pflegemaßnahmen am Hohenackersee
  • Neue Homepages des Ortsverbands unter https://bund-maulbronn.de
  • Amphibienschutzaktion
  • (Neu-)Mondscheinwanderung im Januar
  • In Kooperation mit der ev. Kirchengemeinde gezeigter Film „More than honey“
  • Vortrag von Dr. Christoph Aly „Ohne Bienen bleibt der Obstkorb leer“ zum Bienensterben
  • Naturtagebuch mit einem ersten Platz auf Landesebene

Dem Bericht des Kassiers und der Kassenprüfer folgte die einstimmige Entlastung des gesamten Vorstands durch die Anwesenden. Alle dankten Peter Wilhelm mit einem kleinen Präsent für seine Arbeit als Vorsitzender. Es folgte mit den Wahlen der nächste wichtige Punkt in der Agenda. Der Vorstand nach den Wahlen sieht nun wie folgt aus:1. Vorsitzender: Steffen Mauch, 2. Vorsitzender: Peter Wilhelm, Kassier: Uwe Zilke, Kassenprüfer: Maren Willenbrock-Weigel und Herbert Hammer, Beisitzer: Andrea Mauch Bäuerle und Klaus Timmerberg.

Weiter ging es mit dem Ausblick auf das Jahr 2018. Neben den alljährlichen Pflege- und Amphibienschutz-Aktionen steht 2018 wieder ein Ausflug auf dem Plan. Spannende Themen werden auch aus der „BUND-Zukunftswerkstatt-Maulbronn“ das Jahr bereichern. Den Anfang machte bereits der oben erwähnte Film zusammen mit der ev. Kirchengemeinde, dem noch mehr folgen werden. In Kooperation mit dem Naturgarten e. V. wird am 05.05.2018 eine Pflanzentauschbörse stattfinden. Weiteres wird sicher noch kommen und im Maulbronner Mitteilungsblatt sowie unter https://bund-maulbronn.de zu lesen sein. Der Abend schloss mit wunderschönen und inspirierenden Fotos aus dem vergangenen Jahr.


Vogelarten im Vorfrühling

Bild: Sabine König

Sonntag, den 11.03.2018 am späten Vormittag startete die Vogelexkursion rund um den Heimsheimer Steinbruch mit dem Vogelexperten – der BUND-OG Heckengäu – Martin Häcker. Zuerst sichteten wir eine Elster am Himmel und erfuhren, dass es sich dabei um eine Schlüsselart handelt. Kommt sie in der Gegend vor, ist das Biotop einigermaßen in Ordnung und es kommen auch alle gängigen Singvogelarten hier vor. Auf dem Weg zum Steinbruch zwitscherte in den luftigen Höhen über einem Acker eine Feldlerche, ein Bodenbrüter. Über dem Steinbruch schwebte ein Kolkrabe, unser größter heimischer Singvogel. Kaum zu glauben, wo man doch sein Gekrächse kaum als Gesang interpretieren mag. Nun waren die Ferngläser gefragt, denn in der Felswand entdeckten wir ein Wanderfalkenpärchen samt Nest, auch den typischen Ruf bekamen wir zu hören. Besonders gerne nutzt der Uhu als größter heimischer Greifvogel Steinbrüche für seine Brut. Als Rarität bekamen wir Felsentauben zu Gesicht. Dann zogen wir weiter in den nahegelegenen Wald. Unterwegs begegneten uns Kohl- und Blaumeise, optisch durchaus leicht zu erkennen, beim Klang muss man etwas üben. Sogar die Goldammer ließ ihre Melodie erklingen und zeigte sich im schönen goldgelben Federkleid. Im Wald lernten wir – dem Gesang nach – den Waldbaumläufer vom Gartenbaumläufer zu unterscheiden und dass beide den Baum von unten nach oben spiralförmig nach Nahrung absuchen und ihre Gelege hinter Rindenspalten ablegen. Der Buchfink und Distelfink kam uns hier auch zu Ohren. Zu guter Letzt hörten wir noch den Schwarzspecht. Markant für ihn ist, dass er innerhalb einer Minute seinen Ruf viermal erklingen lässt.

 

 

BUND-Kindergruppe aus Maulbronn (Enzkreis RV Nordschwarzwald) nimmt zum 15. Mal beim Naturtagebuch-Wettbewerb teil und gewinnt den ersten Preis

Bild: Steffen Mauch

Stuttgart. In ihren Naturtagebüchern nehmen Kinder zwischen 8 und 12 die Natur genau unter die Lupe. Die Naturforscher*innen beobachten jedes Jahr über mehrere Monate eine Pflanze, ein Tier oder einen Lebensraum. Sie haben 2017 u.a. Bäume, Biber, Spinnen oder sogar Storchenküken beim Großwerden beobachtet, Tomaten aufgezogen, Bienenvölker gehalten und Honig geimkert oder dokumentieren das Verstreichen der Jahreszeiten in Lebensräumen. Die Eindrücke und Erlebnisse haben sie für den Wettbewerb der BUNDjugend in ihren Naturtagebüchern dokumentiert, die sie mit selbst geschriebenen Geschichten, Zeichnungen und Fotos, selbst genähten Marionetten oder Rezepten ausgeschmückt haben. Am Samstag 10.03.2018 haben die Erstplatzierten ihre Preise und Urkunden im Stuttgarter Lindenmuseum verliehen bekommen.

Die BUND-Kindergruppe Maulbronn hat zum 15. Mal teilgenommen und wieder einen ersten Preis geholt. Sie 7 bis 13-jährigen Schüler*innen haben verschiedene Kreisläufe in der Natur beobachtet und viele vielseitige Aktionen gemacht, wie ein Biotop in einem Marmeladenglaser zu entwickeln. In ihrem Tagebuch dokumentieren sie: „In ein Marmeladenglas haben wir Kies, Erde, Wasser in Moos gefüllt. Dann wurde alles luftdicht verschlossen. Obwohl wir nicht gießen und keine Luft dazu kommt, wächst das Moos.“  Die Jury schreibt in ihrer Urteilsbegründung: „Das Thema Kreisläufe zieht sich gut strukturiert, mit allen möglichen Facetten durch das Tagebuch. Vor allem hervorzuheben ist, dass die großen, bunten Seiten immer von unterschiedlichen Kindern auf ihre ganz individuelle Art gestaltet wurden.“ 

„Mit ihrer Teilnahme am Wettbewerb beobachten die Kinder die vielfältigen Phänomene und die Dynamik der Natur intensiv und lernen sie so besser zu verstehen“, sagte der Amtschef des Umweltministeriums, Ministerialdirektor Helmfried Meinel. „Dabei erfahren sie ganz praktisch, wie jede und jeder Einzelne von uns dazu beitragen kann, den Schatz unserer Natur zu bewahren.“

 

Amphibienwanderung in Mönsheim seit über 20 Jahren eine Erfolgsgeschichte

Bild:BUND-Heckengäu: Kröten im Sammeleimer

Der BUND Heckengäu betreut seit über 20 Jahren in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Enzkreis den Amphibienschutzzaun an der Kreisstraße 4569 zwischen Mönsheim und Wimsheim. 15 000 Amphibien konnten so vor dem Tod durch Überfahren gerettet werden. Jedes Frühjahr, sobald die Temperaturen im Februar milder werden und es abends wärmer als fünf Grad ist, beginnen die Erdkröten, Frösche, Molche und Feuersalamander ihre Wanderung von ihren Winterquartieren zum Laichgewässer am Willi-Kraft-See. Durch den engagierten Einsatz des BUND-Ortsverbandes Heckengäu entwickelte sich eine stabile Population an Erdkröten, Berg-und Teichmolchen sowie Feuersalmandern.

Um die Tiere zu schützen, bauten die Aktivisten zusammen mit der GSI Enzkreis auch dieses Frühjahr wieder einen 500 Meter langen Folienzaun auf. Die Helfer sammeln jetzt täglich abends und morgens die Amphibien ein und bringen sie so sicher zu ihrem Laichgewässer. Am Samstag, den 10.03.2018 wurden zu dritt von 20:30 bis 23:15 Uhr an der Strecke Mönsheim-Wimsheim (K 4569) 158 Amphibien insgesamt lebend über die Straße zum Teich getragen: dabei handelte es sich um 76 männliche Kröten, 5 weibliche Kröten,1 Feuer- salamander weiblich, 4 Teichmolche männlich, 4 Teichmolche weiblich, 41 Bergmolche männlich, 27 Bergmolche weiblich. Darüber hinaus gab es 34 überfahrene Tiere (Kröten und Salamander), die kommen entweder unterm Zaun durch, der liegt je nach Untergrund nicht 100 Prozent plan oder sind vor oder nach dem aufgebauten Zaun unterwegs. Denn hier ist im Kurvenbereich ist eine Zaunverlängerung nicht möglich, einfach zu gefährlich für die Helfer*innen.

 

 

 

 

Ohne Bienen bleibt der Obstkorb leer – Das Insektensterben und was wir dagegen tun können

Bild: Steffen Mauch

Viele Besucher kamen am 09.03.2018 zum – von der BUND Ortsgruppe Maulbronn organisierten – Vortrag von Dr. Chrisoph Aly. Dr. Aly nahm die Besucher mit auf einen sehr informativen und spannenden Vortrag zum Sterben der Insekten. Anhand vieler Studien zeigte er eindrücklich den Rückgang der Biomasse, die je nach Art in den letzten 20 – 30 Jahren 50, 60, 70 oder mehr als 80 % beträgt. Der Artenrückgang beschränkt sich aber nicht nur auf die Insekten. Da die Insekten eine wichtige Nahrungsquelle unter anderem für Vögel darstellen, sind auch viele Vogelarten mittlerweile im Bestand stark zurückgegangen. Bei der Suche nach den Ursachen kommen viele Faktoren zusammen. Die Versiegelung von Flächen ist hier noch fast vernachlässigbar. Bereits mehr Einfluss hat der Wandel der Landschaften hin zu Monokulturen bzw. dem Rückgang der Artenvielfalt der Pflanzen. Seit der Einführung von Neonicotinoide zeigen jedoch viele verschiedene internationale Studien einen rapiden Artenrückgang. Verglichen mit älteren Pestiziden wie z. B. DDT sind die Neonicotinoide 1000fach giftiger für die Insekten. Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben dabei, dass die Tiere nicht zwingend sofort sterben. Viele sterben erst im späteren Verlauf durch die Nachwirkungen der Neonicotinoide wie z. B. geschwächte Immunsysteme und somit Anfälligkeit für Krankheiten. Dr. Aly schloss seinen Vortrag mit Vorschlägen, wie jeder Einzelne etwas für den Erhalt oder zumindest die Verlangsamung des Artenrückgangs tun kann. Wichtig sind natürlich naturnahe Gärten und auch der bewusste Einkauf von biologisch erzeugten Lebensmitteln. Die große Wende kann allerdings nur durch ein Umdenken in der Politik erfolgen. Nach einer kurzen Pause folgte noch eine rege Diskussion zwischen Publikum und Referenten. Hier wurde deutlich, dass das Thema doch die Bevölkerung bewegt.

 

Jahreshauptversammlung BUND Ortsgruppe Mühlacker

Bild: Liss Sinkova

Am Mittwoch, den 07.03.2018 haben sich die Mitglieder des BUND Mühlacker zur Jahreshaupt- versammlung getroffen, das vergangene Jahr Revue passieren lassen und Zukunftspläne diskutiert. Zu Beginn wurde eine Schweigeminute eingelegt, um dem kürzlich verstorbenen Otto Eisert - Gründungsmitglied der BUND-Ortsgruppe Mühlacher - zu gedenken, welcher mit stolzen 98 Jahren vor wenigen Wochen noch aktiv an den Sitzungen teilgenommen hatte. Das Jahr 2017 zeichnete sich vor allem durch die turbulente Amphibienschutzaktion am Wullesee aus, bei der der See kurz vor dem Austrocknen aufgefüllt werden konnte, ein Biotop an der Enz, das zum Schutz der Wildbienen angelegt wurde, ein erfolgreiches Jahr Kindergruppe unter neuer Leitung und mit überarbeitetem Konzept. Bei der Streuobst-Apfelabnahme konnten sich die Helfer über einen Feierabend am frühen Vormittag freuen, weil es wegen den Spätfrösten im Frühjahr extrem wenig Obst gab. Unvergesslich waren auch der Freizeitnachmittag an den Seewaldseen sowie die Sitzung im August, die spontan zu einer internen Feier weiterentwickelt worden war.

 

 

Neujahrsempfang für Alpirsbach

Bild: BUND Oberes Kinzigtal

Beim ersten Empfang für Neubürger und Bürger der Stadt Alpirsbach im Haus des Gastes am 25.2.2018 wurden die Bürger bei einem Glas Sekt und musikalischer Unterhaltung von Helmut Held, Referent für Kultur/Tourismus und Öffentlichkeitsarbeit, begrüßt. Anschließend richtete Bürgermeister Reiner Ullrich das Wort an die zahlreich erschienenen Bewohner*innen von Alpirsbach, die Vertreter*innen der Vereine und Institutionen sowie die Gemeinderäte und die Ortsvorsteher. Auch der BUND Oberes Kinzigtal war mit einem Informationsstand vor Ort. Hier konnten sich Interessierte mit der Arbeit des BUND vertraut machen, Fragen stellen und sich zu Umwelt- und Naturthemen beraten lassen. Ob Amphibienaktionen, Pilzberatung oder Windkraft das Team der BUND Aktiven stand Rede und Antwort und zeigte diverse Mitmachmöglichkeiten auf. Am Ende des Neujahrsempfangs erhielten die BUNDler*innen das Lob der Stadtverwaltung für den schönsten Info-Stand der Veranstaltung.

 

 

BUND-Projekt: Gemeinschaftsgarten Heselwiesen in Dornstetten im Landkreis Freudenstadt

Gehard Dürr vor dem Gemeinschaftsgarten Heselwiesen - Bild: Waltraud Dürr

Marc Vogt und Gerhard Dürr kam die Idee einen Gemeinschaftsgarten in Dornstetten zu beginnen, durch das Kennenlernen anderer Gemeinschafsgärten, unteranderem in Stuttgart, Böblingen, Rottweil, Balingen, Tübingen. Den Beiden liegt es am Herzen, vor allem ihren Kindern und Enkeln die Möglichkeit zu geben, die Natur und das Anbauen und Ernten kennenzulernen und Freude daran zu haben. Sie konnten in den Heselwiesen ein für diese Zwecke geeignetes Grundstück pachten.

Gerhard Dürr ist Ehrenmitglied im Bundesverband Brennholzhandel und -produktion, zertifizierter Berater für Permakultur und Anwendung von den Effektiven Mikroorganismen. Im Sommer hilft er Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Liebe zur Natur neu zu entdecken. Dazu gehören auch Kanu, Kajak und Kanadier fahren, Survivaltraining, Heilkräuter und Bäume erkunden und Rutengehen.

Marc Vogt ist als Diplom-Geograf, beschäftigt bei der Kreisvolkshochschule und möchte Menschen wieder näher zusammenbringen, vorzugsweise im Garten. Hält den Apfel für elementarer als Apple, und viel von regional angebautem Gemüse.

Seit dem 25.02.2018 ist der Gemeinschaftsgarten Heselwiesen nun offiziell ein BUND-Projekt des BUND Regionalverband Nordschwarzwald. In Dornstetten gibt es das Gartengrundstück, mit Platz für Gemeinschaftsbeete und Einzelbeete, für Gemüseanbau und Blumen, für Beeren und Obst. Hier kann einfach mitmachen, wer

-       ökologisches Gärtnern ohne Chemie und Kunstdünger schätzt,

-       bereit ist, mit torffreier Erde sowie mit Saatgut von samenfesten Sorten zu arbeiten,

-       Wert auf gesundes Obst und Gemüse legt,

-       nicht alleine, sondern lieber gemeinsam aussät, pflegt und erntet,

-       Gärtnern lernen oder wer sein Gartenwissen weitergeben möchte,

-       Kindern zeigen will, dass Gurken nicht im Supermarkt wachsen,

-       Interesse an der Permakultur* und Terra Preta hat!!!

Auch eine Feuerstelle und eine Spielecke für Kinder sind machbar. Das Motto lautet: „Einfach kommen, gemeinsam Ideen entwickeln und umsetzen!“ Wer Mitmachen oder sich einfach nur informieren will, ist herzlich willkommen! Wer Gartenwerkzeug hat, bringt es mit. Wer nicht, leiht es einfach vor Ort! Auf dem Grundstück sind sowohl individuelle als auch gemeinschaftliche Flächen möglich. Hier kann alles gemeinsam angepackt werden: Es findet sich immer jemand der für einen gießt, pflanzt, sät und erntet wenn man selbst im gerade Urlaub ist. Und es gibt jemanden, der bei der Auswahl robuster Sorten behilflich sein kann und weiß woher man schöne Jungpflanzen bekommt. Auch, wie das überhaupt mit dem biologischen Gärtnern geht, und wie man sich die Schnecken vom Leibe hält, kann man hier erfahren? Ganz einfach - machen Sie mit beim familientauglichen Gemeinschaftsgarten Heselwiesen!

 

 

 

Workshop Verhandlungstrainig für den Naturschutz - Krieg, Spiel oder Beziehungspflege

Bild: Kathrin Baumann

Am 24.02.2018 trafen sich BUNDler*innen, Leute vom Nabu und andere im Naturschutz tätige beim Workshop „Erfolgreich kommunizieren für den Naturschutz“ unter der Leitung des Kommunikationsexperten Rainer Manderla. In diesem praxisorientierten Workshop wurde mit der Frage gestartet: „Waren für Sie Verhandlungen in der Vergangenheit eher Krieg, schwierig, ein Spiel oder Beziehungspflege?“. Hierzu bezog jede Teilnehmer*in Stellung und berichtete von ihren eigenen Erfahrungen. Darauf aufbauend skizziert der Referent verschiedene Verhandlungsstrategien, deren Vorteile und Wirksamkeit.  Rainer Manderla zeigt Möglichkeiten auf, wie jeder in Verhandlungen eine Einigung zwischen den eigenen Vorstellungen und denen des Gegenübers und vor allem mehr als einen faulen Kompromiss erzielen kann. Während des Workshops wird deutlich, wo die „Stellschrauben“ sind, die gegensätzliche Positionen in gemeinsame Ziele umkehren lassen. Veranstalter des Workshops war das „Dialogforum Erneuerbare Energie und Naturschutz“ des Nabu & BUND. Am Ende kehren alle motiviert und mit neuem Mut in ihre jeweiligen Projekte vor Ort zurück. Egal ob Wolf, Windrad oder Wegbegleitgrün, partnerschaftliche Einigung ist immer möglich.

 

Krötenzaun-Aufbau im Schnee

Bild: Inga Junge

Bei eisiger Kälte und Schnee wurden unter der Leitung des BUND Heckengäu seit dem 22.02.2018 die Amphibienzäune aufgebaut – denn der Count Down für die Amphibienwanderung läuft. Sollten die Temperaturen in den nächsten Wochen milder werden (abends um die +5°C) beginnen die Erdkröten, Frösche, Molche und Feuersalamander mit ihrer Wanderung von ihren Winterquartieren zu den Laichgewässern. Dann startet für die Helfer des BUND Heckengäu und BUND Weissach/Flacht die Amphibien-Sammelaktion für die nächsten 6-8 Wochen. Durch den tatkräftigen und unermüdlichen Einsatz der Mitarbeiter der GSI Enzkreis (Gemeinnützige Service-und Integrations-Gesellschaft Enzkreis) stehen nun die Folienzäune für die diesjährige Amphibienwanderung. Die Amphibienstrecken, die von unseren ehrenamtlichen Helfern betreut werden, befinden sich zwischen Wimsheim und Mönsheim (= K 4569), bei der RBW Wiernsheim (= L 1134), zwischen Wiernsheim und Wurmberg (= L 1135) und zwischen Heimsheim und Perouse (= L 1180).

Der BUND Heckengäu und der BUND Weissach/Flacht sucht für diese Strecken für die bevorstehende Amphibienwanderung 2018 noch Helfer, die nach einer Einweisung selbstständig einen Streckenabschnitt an bestimmten Tagen von 7:00 Uhr bis 9:00 Uhr und abends von 21:00 Uhr bis 23:00 Uhr betreuen können. Vom Landratsamt Enzkreis gibt es eine kleine Aufwandsentschädigung für die geleisteten Einsätze. Wer Interesse und Zeit hat, meldet sich bitte.

 

Schillernder Star zu Besuch in Heimsheim

Bild: Martin Häcker

Die Stadtbibliothek Heimsheim und die BUND-Ortsgruppe Heckengäu luden am 09. Februar 2018 herzlich zu dem Dia-Vortrag: „Der Star - Vogel des Jahres 2018“ in den Vortragssaal Zehntscheune ein. Humorvoll, spannend und mit eindrucksvollen Bildern präsentiert uns der fundierte Vogelkenner Reinhardt Mache einen der beliebtesten Singvögel, den Star. Er berichtet, dass der schillernde Alltagsvogel, dessen Bestand durch die intensive Landwirtschaft und den Flächenverbrauch gefährdet ist, inzwischen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten steht. Somit ist der Star eine Art Botschafter für die Erhaltung der Artenvielfalt. Noch künden uns große Starenschwärme im Spätsommer den nahenden Herbst an. Doch wir alle können etwas für seinen Erhalt tun. Die anwesenden Gäste gehen mit Brezeln gestärkt und verzaubert von dem besonderen Vogel ihrer Wege.

 

Kontrolle der durch den BUND OV Biet betreuten Nistkästen

Bild: BUND OV Biet

 

 

Schnitt für Schnitt zum perfekten Obstbaum

Bild:BUND OV Biet

Am 09.02. veranstaltete das Landratsamt Enzkreis auf der vom BUND seit Jahren betreuten und gepflegten Streuobstwiese Steinegg einen Baumschnittkurs für angehende Obstbau- fachwirte. Mit dabei waren auch Aktive der BUND Ortsgruppe Biet. Unter der Leitung von Bernhard Reisch, Baumexperte und Obstbaufachberater, lernten 25 Teilnehmer*innen an 18 Bäumen wie Obstgehölze fachgerecht geschnitten werden. Auf diese Weise gut ausgebildet und gerüstet, können sich die BUNDler*innen jetzt fachgerecht an die Arbeit machen, an die übrigen 173 Bäume dieser Streuobstwiese.

 

Werbeteam in Pforzheim

Bild: BUND Marketing GmbH

Vom 05.02., bis einschließlich Samstag, den 10.02.2018, informierte ein Team vom BUND in Pforzheim über den BUND Regionalverband Nordschwarzwald und seine Projekte. Zudem gab es die Möglichkeit Fragen zu stellen und bei diesem größten Umwelt- und Naturschutzverband Deutschlands Mitglied zu werden. Besonders freuen wir – als BUND – uns über Menschen die sich ehrenamtlich engagieren wollen und natürlich über neue Mitglieder, welche unsere umweltpolitische und gemeinnützige Arbeit mit ihrer Stimme und einem frei zu wählenden finanziellen Beitrag unterstützen. Je stärker unsere Gemeinschaft ist, desto mehr erreichen wir natürlich für Umwelt und Natur. Das berufliche Team kam direkt vom Verband und zeigte die bestehenden Möglichkeiten zur Mithilfe.

 

 

Pflegemaßnahme Lerchenhof Mönsheim

Bild: Inga Junge

Am Samstag, den 03. Februar 2018 fand wieder unsere jährliche Pflegemaßnahme am Lerchenhof in Mönsheim statt.  Wir sind dankbar für jede helfende Hand, die uns hier unterstützt dieses ökologisch wertvolle Biotop zu erhalten! Am Ende des Einsatzes klönten wir gemeinsam bei Kaffee, Tee und selbstgebackenem Kuchen. Wir betreuen diesen Magerrasenstandort bereits seit unserer Gründung 1991 und werden für unseren Einsatz jedes Jahr mit zahlreichen Orchideen, Silberdisteln und vielen anderen seltenen Blumen- und Pflanzenarten belohnt.

 

Birding, die Vogelexkursion für Kinder

Bild: Sabine König

6 bis 11jährige Jungs und Mädchen gehen am 28.01.18 mit Britta und Klaus Faaß in Straubenhardt / Schwann auf Vogelentdeckung. Bei dem Rundgang durch die Natur erstellen sie gemeinsam eine Liste aller Vögel die wir entdecken. Manchmal sind sie flott unterwegs und manchmal müssen sie ganz langsam und vorsichtig schleichen. In einer Hecke entdecken sie, dass es einen Vogel gibt, der sich ein Dach übers Nest baut: Nämlich die Elster. Mit dem „Ting“ können sie die Stimmen ihrer gefiederten Entdeckungen an Ort und Stelle anhören. Durch das Spektiv – das haben sie für weiter entfernte, sehr scheue Vögel dabei – sehen sie an einer alten Eiche sogar einen Mittelspecht mit rosafarbener Brust.  Zum Abschluss bastelt jedes Kind sich ein sogenanntes „Thaumatrop“ beziehungsweise „kleines Wunder“, selbst.

 

Neujahrsempfang: Kretschmann & BUND-Ehrenamtliche im Stuttgarter Schloss

Bild: Klaus Faaß

Als Dankeschön für das große ehrenamtliche Engagement im Natur- und Umweltschutz war auch eine Delegation des BUND zum Neujahrsempfang am 19.01.2018 ins Stuttgarter Schloss eingeladen. In ehrwürdiger Atmosphäre nutzte Winfried Kretschmann die Gelegenheit zum dankbaren Händeschütteln und kurzem Austausch über unsere Verbandarbeit. Nach den Neujahrsreden bot der Abend bei köstlichem Buffet die Gelegenheit zu regem Austausch zwischen den Ehrenamtlichen verschiedener Verbände, Initiativen über die geleistete Arbeit für den Umwelt- und Naturschutz und den Blick in die Zukunft.

 

Sabine König kümmert sich als Leiterin des BUND-Regionalverbandes um viele Themen

WLAN, Handy, Schnurlostelefon & Co: Gefahren und alltagstaugliche Nutzungsempfehlungen

Bild: KAME-foto © Sabine Danner

Die Baubiologin und Heilpraktikerin Sabine Danner hielt am Di. den 21.11.17 einen überaus spannenden Erlebnisvortrag zu WLAN, Handy, Schnurlostelefon & Co im Naturschutzzentrum Pforzheim des BUND Regionalverband Nordschwarzwald. Die Anfragen zu diesem Thema waren enorm und der Vortag innerhalb von zwei Tagen komplett ausgebucht. Mit vielen Anschauungsobjekten und akustisch/optischen Messgeräten machte Frau Danner die künstlichen elektromagnetischen Felder wahrnehmbar und verdeutlichte die Gefahren. Sie zeigte alltagstaugliche Nutzungsempfehlungen, Schutzmaßnahmen auf und gab hilfreiche Merksätze mit auf den Weg „Schalten Sie das WLAN immer ab, sobald Sie am PC fertig sind. Wenn Sie morgens oder abends für 10 Minuten Duschen wollen, lassen Sie doch auch nicht den ganzen Tag das Wasser laufen.“ Das Publikum zeigte sich überaus beeindruckt und ließ mit Fragen und eigenen Erfahrungsberichten von Betroffenen nicht locker.

 

Landschaftspflegeeinsatz im Naturschutzgebiet Kalkofen

Bild: Nicole Beck

Der BUND Ortsverband Heckengäu leistet mit der Unterstützung zahlreicher Helfer am Samstag den 18.11.2017 weitere Landschaftspflegeeinsätze im Bereich Kalkofen in Mönsheim. Die Aktiven schneiden einen verbuschten Steinriegel frei und transportieren das Gestrüpp ab. Nun kann die Sonne wieder bis zu den Steinen durchdringen und diese erwärmen: ein idealer Lebensraum für Eidechsen und Schlingnattern. Parallel dazu mäht die restliche Gruppe eine artenreiche Wiese, auf der sich der Schwarzdorn in den letzten Jahren ausgebreitet hat. Naturbegeisterte Spaziergänger können hier im nächsten Sommer viele Schmetterlinge beobachten. Zwischendurch stärken sich die sechzehn ehrenamtlichen Naturschützer mit Gulasch- und Kartoffelsuppe, gesponsert von der Gemeinde Mönsheim. Dank der vielen Helfer wird zusätzlich noch der Bereich der ehemaligen Schneckenfarm gemäht. Im Frühjahr blühen auf diesem kalkreichen Boden Küchenschellen.

 

BUND & OGV organisieren 1500 neue Obstbäume fürs Heckengäu

Bild: Lea Baumgärtner

Die ehrenamtliche Streuobstinitiative „1000 Bäume für das Heckengäu“ hat 2017 eine breitangelegte Baumpflanzaktion für den Erhalt und die Neuanlage von Streuobstwiesen ins Leben gerufen. Das dafür von Joachim Baumgärtner, BUND Heckengäu und Albert Geiger, OGV Eberdingen-Nussdorf entwickelte Konzept wurde vom Auswahlgremium LEADER Heckengäu als förderwürdiges Naturschutzprojekt anerkannt. Die Teilnehmer an der geförderten Pflanzaktion verpflichteten sich zu einer fachgerechten Pflanzung und Pflege der Bäume. Ergänzend dazu wurde eine Sammelbestellung aufgelegt, diese konnte Interessierten außerhalb der LEADER Region und auch den „Halbstamm-Fans“ die Teilnahme an der Pflanzaktion zum Selbstkostenpreis ermöglichen. Bis Mitte Oktober 2017 wurden insgesamt 1100 Hochstämme und 400 Halbstämme bestellt, als begleitende Naturschutzaktion wurden zusätzlich 130 Nistkästen für Höhlenbrüter von den Bestellern geordert. Am 11.November wurden am Mönsheimer Freibadparkplatz mit der Unterstützung heimischer Fachwarte, dem OGV Mönsheim und Mitgliedern des BUND Heckengäu mehr als 850 Bäume ausgegeben. Die Verteilung weiterer Bäume erfolgte am darauffolgenden Wochenende, durch Fachwarte und Naturschutzfreunde, in Eberdingen, Calw-Stammheim und Nagold-Mindersbach.  Ab dem Winter 2018/19 erfolgt für die LEADER Besteller über einen Zeitraum von 5 Jahren eine jährliche Veranstaltung für die Pflege und Erziehung der Jungbäume.

 

Nacht- und tagesaktive Greifvögel bei der Ortsgruppe Oberes Kinzigtal

Bild: Hans Gerd Michel

Achim Klumpp von der Greifvogelstation Baiersbronn stellt nacht- und tagesaktive Greifvögel des Schwarzwaldes beim Treffen der BUND Ortsgruppe Oberes Kinzigtal vor. Er startet die Vorstellung der eulenartigen Greife von „ganz klein“ mit dem Sperlingskauz und endet mit der größten Eule, dem Uhu. Ein beeindruckendes Video zeigt Herrn Klumpp sogar beim Streicheln eines Uhus. Weiter geht es mit dem Sperber und Steinadler. Sachkundig bringt Achim Klumpp mit selbstgeschossenen Fotos die Eigenarten der verschiedenen Vögel nahe. Im zweiten Teil veranschaulicht er die Arbeit der Greifvogelstation. Pro Jahr werden dort 180 bis 250 verletzte Greifvögel fachgerecht versorgt. Als Dankeschön überreicht Ilse Süßer – die Kassiererin der Ortsgruppe – eine Spende von 500€. Am Schluss der Veranstaltung machen sich die Besucher angeregt diskutierend auf den Heimweg.

 

Das Mysterium der Pilze. Pilze für den Kochtopf und für die Natur.

Bild: Sabine König

Am Sonntag den 08.10.2017 veranstaltete der BUND Regionalverband Nordschwarzwald eine ca. zweieinhalbstündige Pilzführung im Dennacher Wald unter der Leitung von Bernd Miggel. Trotz echtem Herbstwetterfeeling -nass und kalt- sind alle Pilzfreund*innen und Naturkundler*innen am vereinbarten Treffpunkt eingetroffen. Wetterfest eingepackt starteten wir mit dem Pilzexperten. Herr Miggel ging unterwegs ein auf die Geologie, Bodenart, Begleitflora und die zu erwartenden Pilzarten sowie auf die Pilze, als Symbiosepartner, Folgezersetzer und Schwächeparasiten. Er erklärte die gefundenen Pilzarten und wiess darauf hin, welche essbar, ungenießbar bzw. giftig sind. Besonders begeistert waren die mitgeführten Kinder bei der Sache. Hier kristallisierte sich bereits ein sehr artenkundiger Nachwuchs-Pilzführer heraus, der essbare Speisepilze lupenrein und zielsicher finden und identifizieren konnte. Egal ob „Ziegenlippe“, „Lachs-Reizker“, „Marone“, „Wald-Champignon“ oder andere, aus Sicht des Buben: „alle Kinderleicht“.

 

Minister Untersteller trifft Mausohr am Wochenbett

Bild: Hans-Gerd Michel

Am 30.08.2017 findet die offizielle Besichtigung der Mausohrwochenstube in der Sankt-Martins Kirche in Horb statt und der BUND-Ortsgruppenvorstand der Ortsgruppe Oberes Kinzigtal, Hans-Gerd Michel, ist hautnah mit dabei. Anwesend ist auch Landesumweltminister Franz Untersteller, um die besonderen Gegebenheiten vor Ort in Augenschein zu nehmen. 2017 bietet die Sankt-Martins Kirche laut Lichtschrankenzählung 1260 Fledermäusen (des großen Mausohres), davon 700 Muttertieren, ein Zuhause. Es wird deutlich, dass sich das Anstrahlen von Kirchen sehr ungünstig auf die nachtaktiven Flieger auswirkt: Entweder fliegen sie zu spät los, um Nahrung für ihre Jungen herbeizuschaffen oder gar nicht! Zudem wird klar, wie wichtig die ehrenamtliche Arbeit der Fledermausbetreuer*innen ist. Untersteller verspricht Info-Veranstaltungen um die derzeitigen Fledermausbestände zu erhalten und zu fördern. Regierungspräsident Kressel will in 2018 für Schulungen für Quartiersbetreuer*innen sorgen.

 

Zählung des Großen Mausohrs in Mönsheim

Bild: Simone Reusch

Der BUND Ortsverband Heckengäu betreut seit Jahren die Mönsheimer Kirchenfledermäuse. Dazu gehören das Zählen der Tiere im Sommer und das Reinigen der Quartiere im Winter. Die Zählaktion vom 18.08.2017 in der Wochenstube im Kirchenschiff ergibt laut Simone Reusch und Nicole Beck ca. 60 weibliche Tiere inkl. Jungtiere. Im Glockenturm werden fünf Männchen gezählt. Die Population in der ev. Kirche in Mönsheim ist damit weitgehend stabil. In der Regel wird nur ein Junges pro Jahr Anfang Juni geboren. Während des nächtlichen Beutezugs der Muttertiere bleiben die Jungen in der Wochenstube und wärmen sich gegenseitig, bis die Mutter zum Säugen zurückkommt. Die Männchen hängen im Glockenturm und leben dort als Einzelgänger. Nach der Jungenaufzucht verlassen die Weibchen Anfang bis Mitte August das Wochenstubenquartier. Große Mausohren (Flügelspannweite von bis zu 40 cm) gehören zu den besonders lichtempfindlichen Fledermäusen. Sie verlassen ihr Quartier erst bei völliger Dunkelheit. In Mönsheim hat man sich daher darauf geeinigt, auf ein Anleuchten der Kirche zu verzichten. Sonst würden die Tiere erst viel später ausfliegen, hätten somit weniger Zeit für die Nahrungssuche und –aufnahme und dadurch schlechter versorgte Jungtiere, die möglicherweise den Winter nicht überleben.

 

 

Dohlen-Kolonie im Kirchturm der katholischen Kirche in Mühlacker

Gesäuberte Dohlenkästen - Bild: Liss Sinkova

Am Abend des 16.08.2017 waren 3 Mitglieder der Ortsgruppe Mühlacker auf dem Kirchturm der katholischen Kirche in Mühlacker, um altes Nistmaterial der dortigen Dohlen-Population zu entfernen. Dohlen, silbrig-schwarze Rabenvögel, zählen zu den intelligentesten Vögeln und nisten gerne in Höhlen großer, alter Bäume oder in Felsen. Weil alte Höhlenbäume selten stehen gelassen werden, nutzen sie ersatzweise die Nischen von hohen Gebäuden.Brutplätze in Ortschaften werden oft im Zuge der Gebäudesanierungen entfernt oder verschlossen. Deshalb wurden im hiesigen Kirchturm Dohlen-Nistkästen installiert: Die Tiere brüten seither jedes Jahr dort. Normalerweise sollen sie dafür nicht in das Innere des Turms – aber das interessiert sie natürlich nicht. Also finden manche trotz der Schutzgitter den Weg hinein und schleppen Zweige, Papierfetzen und anderes Nistmaterial in den Dachstuhl.Das machen wir vom BUND hin und wieder weg, wenn die Brutzeit vorbei ist und die Vögel von unseren Aufräumarbeiten ungestört bleiben.

 

„Fuchs du hast die Gans gestohlen …“

Bild: Britta Faaß

Einem Schlaumeier auf der Spur

 „Unsere BUND-Veranstaltung „Fuchs Du hast die Gans gestohlen“ ist ein voller Erfolg“, resümieren Britta und Klaus Faaß. Auf Grund der großen Nachfrage hatte das Ehepaar Faaß am vergangenen Wochenende einen zweiten Termin der Wald- und Wiesenerlebnis-Aktion angeboten. Junge Naturforscher*innen im Alter von 4,5 bis 9 Jahren lernten hier auf spielerische Art alles über den Fuchs und seine Lebensweise. Am erstaunlichsten fanden alle, wie gerne Füchse sich von Beeren und Obst ernähren und somit keine reinen Fleischfresser sind. Besonders spannend wurde es für die Kinder, als es quer durch den Wald auf kaum zu erkennenden Wildpfaden bis zum Fuchbau ging. Schon unterwegs gab es immer wieder falschen Alarm: "Da ist der Fuchsbau!" rief immer wieder eine Kinderstimme, wenn unter dem freiliegenden Wurzelwerk umgestürzter Bäume kleine Löcher zu sehen waren. Das Staunen war umso größer, als der echte Bau erreicht war. Hier erfuhren die Kinder unteranderem, dass Füchse oft gemeinsam mit Dachsen einen Bau bewohnen, allerdings darin ihre eigenen "Wohnzimmer" haben. Höhepunkt des Vormittags war das Füchslein schnitzen. Voller Stolz wurden am Ende kleine Füchse nach Neuenbürg, Straubenhardt, Marxzell, Pforzheim und sogar Bretten mit nach Hause genommen. 

 

 

Wohnsitzloses Backmobil sucht neues Zuhause

Bild: Sabine König

Am Pfingstmontag war es wieder im Einsatz, das legendäre fahrbare BUND-Backhäusle. Viele Besucher des Alpirsbacher Pfingstmarktes stehen Schlange, um sich mit einem der köstlichen Lauch-Speck-Flammkuchen stärken zu können. Organisiert wird das Ganze seit Jahren von der BUND Ortsgruppe Oberes Kinzigtal. Unzählige ehrenamtliche Helfer engagieren sich für diesen kulinarischen Leckerbissen: Gemüse schnippeln, Teig kneten, Backofen befeuern etc. Ein zusätzliches Highlight ist die bunte artenreiche Wildkräuterausstellung. Sie begeistert Groß und Klein. Die Einnahmen der diesjährigen Aktion werden an die Jungranger des Nationalparks und an die Greifvogelstation in Baiersbronn gespendet. Leider ist das Backmobil derzeit wohnsitzlos. Es braucht dringend einen neuen Unterstellplatz mit einer Mindesthöhe von 2,80 Metern. Wer dem Backhäusle helfen kann, melde sich bitte: Tel. 074552419.

 

Neue Geschäftsführerin des BUND-RV Nordschwarzwald

Bild: Frank Müller

Diplom Umweltwissenschaftlerin Sabine König

 

Jahrgang 1977

 

Arbeitsschwerpunkte:

- Elektromagnetische Felder: WLAN, Handymast, Schnurlostelefon & Co

und deren Wirkung auf Pflanzen, Menschen und Tiere

- Heimische Wildpflanzen und Kräuter

- Natur-Erlebnis-Pädagogik, Umweltbildung für Erwachsene

- Entwicklung und Umsetzung von Projektideen

- Unterstützung von Ehrenamtlichen

- Naturschutz

 

Bei Fragen, Wünschen, Anregungen, können Sie mich gerne kontaktieren

 

 

  

 

Saatgut zum Hören, Anschauen, Anfassen und Mitnehmen

Manfred Rapp und Anja Banzhaf mit historischem Saatgut - Bild: Sabine König

 In der Thalia-Buchhandlung erschienen am 10.04.2017 viele Interessierte  zum Vortrag  „Wer die Saat hat, hat das Sagen“ von Anja Banzhaf, der Autorin des gleichnamigen Buches. Die Saatgutspezialistin berichtete eindrucksvoll darüber, wie die Agrarindustrie versucht weltweit die Kontrolle  über die Saat zu übernehmen. Sie erzählte davon, dass trotz allem vielerorts Bäuerinnen und Gärtner dafür kämpfen, über Ihr Saatgut und ihre Art der Landwirtschaft selbst zu bestimmen. Ergänzend referierte unser Landwirtschaftsexperte Walter Appenzeller über die  „Kultursorten im Raum Pforzheim und Enzkreis einst und jetzt“. Fortgesetzt wurde die Veranstaltung von Uwe Riehl und dem Gärtnerei-Leiter  Mathias John mit der Vorstellung des Projektes „Solidarische Landwirtschaft Pforzheim“. Manfred Rapp vom Historisch-Archäologischen Verein Mühlacker rundet das Programm ab. Er erläuterte das erfolgreiche Saatgutprojekt Dürrmenzer Urfelder von der kleinen Gartenschau Mühlacker 2016 und zeigte, wie uralte Getreidesorten unter heutigen Bedingungen gedeihen. Im Anschluss an den gelungenen Abend gab es Saatgut zum Anschauen, Anfassen und Mitnehmen.

 

 



Suche