Der Natur auf der Spur - BUND gestaltet Tag der Artenvielfalt am Gymnasium Neuenbürg

Schüler des Gymnasiums Neuenbürg mit ihrem Lehrer Theo Koch untersuch ten gemeinsam mit Thomas Köberle und Regine Einfeld vom BUND-Regionalverband Nordschwarzwald einen Vormittag lang die Natur "vor der Haustür".

Nach einer kurzen theoretischen Einführung ging es ins Freie zum praktischen Erleben. Die SchülerInnen schwärmten in kleinen Gruppen in den Wald aus, angesichts der Wetterlage ein "Regenwald" im wahrsten Sinne des Wortes. Ziel war es, in einer halben Stunde möglichst viele verschiedene Tiere und Pflanzen aufzuspüren. Leider machten sich aufgrund des kühlen Schauerwetters Insekten eher rar, dagegen ließen sich verschiedene Spinnen sowie Vertreter der Landschnecken bereitwillig beobachten und ergreifen. Auch die Vielfalt der Bäume und Sträucher wurde in gemeinsamer Anstrengung geordnet und benannt.

Am Schluss waren sich alle einig, dass trotz schwieriger Rahmenbedingungen die - von der MOMO Stiftung geförderte - Aktion ein Stück Bewusstsein für die Vielfalt und den Wert der heimischen Arten wecken konnte. Dass alle 20 Minuten auf der Welt eine Art ausstirbt, das fand ich wirklich erschreckend, so der Kommentar einer Schülerin auf dem Heimweg.

Lotharpfad an der B 500: Wo Huschspinne und Rossameise leben"

Flechtenführung mit Prof. Wirth

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat 2010 zum Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt“ erklärt. Weltweit werden in diesem Jahr Aktionen durchgeführt, um auf den Schutz von Arten und Lebensräumen aufmerksam zu machen. Die biologische Vielfalt gilt es nicht nur in den tropischen Wäldern zu schützen, sie ist auch in unserer Region schützenswert.
Ein besonders interessanter Ort für eine „Arteninventur“ ist der Lotharpfad an der Schwarzwaldhochstraße. Diese  Sturmwurffläche  wurde vor 10 Jahren von Orkan Lothar geschaffen. Flechten, Moose, Baumpilze, holzbewohnende Insekten, Spinnen und Ameisen haben die umgestürzten Bäume besiedelt. Vögel und Fledermäuse gehen auf Insektenjagd.  Frisches Grün wächst zwischen dem verrottenden Grün und viele junge Bäume zeigen an, dass ein neuer Wald entsteht.  Welche Arten haben sich in den letzten 10 Jahren auf dieser interessanten Fläche eingefunden ? 
Am 25. und 26. Juni 2010 riefen  BUND Regionalverband Nordschwarzwald, Nabu Bezirksverband Gäu-Nordschwarzwald und  Naturschutzzentrum Ruhestein,zu einer Abenteuerreise in die Natur auf.  Nach dem Motto „Nur was wir kennen,  werden wir auch achten und schützen“  wurden interessierte Menschen  dazu aufgerufen, in Begleitung von namhaften Experten zu entdecken, was auf dem Lotharpfad so alles wächst, fleucht und kreucht,
Bereits am Freitagabend wurde die  „Feldforschungsaktion“ mit einem Ausflug in die  Welt der Fledermäuse eingeläutet. Am Samstagmorgen konnten ca 15  FrühaufsteherInnen  einem  sehr vielstimmigen Vogelkonzert lauschen und im Nordschwarzwald eher seltene Vogelarten wie Neuntöter und Dorngrasmücke  beobachten

Am Samstagmorgen  wurde die Veranstaltung offiziell durch Frau Murmann-Kristen vom RP Karlsruhe eröffnet. Anschließend konnten interessierte Laien in zwei Kartierrunden in  Begleitung bekannter Botaniker und Zoologen  Pilzen, Moosen, Flechten,  Ameisen, Spinnen und  Käfern nachspüren.

Am Samstagabend klang  die Veranstaltung mit einem „Highlight“ aus: mit Hilfe von Lichtfallen wurden Nachtfalter angelockt und konnten so beobachtet und bestimmt werden.

Unter der Überschrift "Wo Huschspinne und Rossameise leben" erschien im Schwarzwälder Boten am 28.Juni ein großer Artikel über die Veranstaltung

Hier können Sie sich über die gefundenen Arten informieren:

gesamtartenliste10.doc

Tag der Artenvielfalt am Egenhäuser Kapf

„Wegen Inventur geöffnet“ hieß  es am „Tag der Artenvielfalt“ am 04./05. Juli 2008 im Naturschutzgebiet  Egenhäuser Kapf bei Nagold/ Altensteig im Kreis Calw. 10  Zoologen und Botaniker nahmen im Auftrag des BUND – Regional-verband Nordschwarzwald und des NABU Gäu Nordschwarzwald  das Gebiet unter die Lupe und liessen sich von interessierte n Laien „über die Schulter“ schauen.

 Bereits am Samstagabend begann die Pirsch auf Totholzkäfer, Nachtfalter und Fledermäuse, die für Unermüdliche erst lange nach Mitternacht beendet war. Die Wetterbedingungen waren nicht ganz optimal; die Nässe nach den Regenfällen am Samstagnachmittag  irritierte insbe-sondere die Käfer  . Dennoch kam mit dem Experten C. Wurst keine Langeweile auf, und die Teilnehmer erfuhren viel Spannendes: dass Glühwürmchen bereits als Larven in der Erde leuchten, beispielsweise  oder  .....

Nicht nur die Nachtfalter wurden von den  von Erwin Rennwald aufgestellten Lichtfallen magisch angezogen; auch eine  Gruppe Jugendlicher war offen-sichtlich angetan und setzte sie kurzerhand zur eigenen Festbeleuchtung ein. Nach diesen anfänglichen Widrigkeiten gab es mit über 100 Arten doch eine beachtliche Ausbeute. Der interessanteste Fund der „langen Nacht der Falter“ war sicherlich der„Grüne Flechten-Rindenspanner (Cleorodes lichenaria), eine streng geschützte Art, die bereits beim BUND/Nabu-Tag der Artenvielfalt - 2008  bei Ostelsheim nachgewiesen werden konnte. Fledermaus-Fachmann Christian Dietz durfte sich derweil mit seiner großen Teilnehmergruppe über die am Schwarzwaldrand seltene Bechsteinfledermaus freuen.  Menschliche Nacht-schwärmer und wenige Echte Frühaufsteher begegneten sich dann im Morgen-grauen des Sonntags bei einer Vogelstimmenführung durch E. Graf, bei der 46 verschiedene Vogelarten festgestellt werden konnten.

Am Sonntag  wurde der Tag der Artenvielfalt offiziell eröffnet: durch Bürgermeister Buob, der den Naturschutzverbänden  als Geschenk ein Wild-bienenhotel präsentierte und durch die erste Landesbeamtin Dr. Stöckle.  Größere und kleinere Menschentrauben scharten sich alsdann um die Experten, die mit Keschern, Probenröhrchen, Lupen, Pinzetten, Büchern sowie Formularen zum Eintragen der Arten ausgerüstet  alle Himmelsrichtungen aus-schwärmten. Die sintflutartigen Regenfälle, die leider kurz darauf einsetzten, strapazierten zwar die Nerven der Organisatoren von BUND und Nabu, Regine Einfeld und Markus Pagel sowie der Standbetreuer von PLENUM und der Streuobstinitiative, konnten die meisten Naturforscher jedoch nicht dauerhaft aufhalten.



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